November
2005
Esra,
der Beauftragte für das Gesetz Gottes. 5
Man
findet das Bundesbuch wieder
Ist die Bibel, damit meine
ich die einzelnen Bibelbücher, noch in ihrer ursprünglichen Form vorhanden oder
hat sie im Lauf der Zeit unzählige Veränderungen durchgemacht, und kann
deswegen auch nicht mehr als ursprünglich angesehen werden?
Es werden von mir einige
Fakten angeführt, die man nicht einfach ignorieren sollte. Damit will ich mich
nicht zu einem Bibelkritiker machen. Doch wenn man mit einem Werk, wie es die
Bibel ist, arbeitet, sollte man Gewissheit darüber haben, was davon authentisch
ist, wo die Stärken und wo die Schwächen zu finden sind. – Wenn man sich darüber
im Klaren ist, wird man dieses Buch viel besser benutzen können, ohne unnötig
Gefahr zu laufen, falsche Schlüsse zu ziehen.
Wenn man bereit war, dreist
den Gottesnamen JHWH durch HERR zu ersetzen,
(siehe dazu auch den Aufsatz:
Gottes
Namen)
zeugt das bestimmt nicht von großer Ehrfurcht vor der Heiligkeit
des niedergeschriebenen Gotteswortes.
Wenn eine Manipulation in so
großem Ausmaß möglich war, wäre es töricht anzunehmen, dass alles andere in der
Bibel korrekt und ohne nachträgliche Korrekturen (Nachbesserungen) geblieben
ist.
Man kann sich zwar auf die
unmissverständliche Warnung im Buch der Johannisoffenbarung berufen, in der ein
nachträgliches Verändern der Worte Gottes mit einem Fluch belegt wurde. – Doch
diese Warnung erging erst Ende des ersten Jahrhunderts an die Christengemeinde.
Das lässt also Möglichkeiten offen für längst vorgenommene Veränderungen an den
überlieferten inspirierten Schriften.
Ausser man erkennt schon in
Dtn 4,2 u. 13,1 eine vorab erlassene Pflicht, die Gesetze Gottes (und auch eine
für spätere Inspirationen?) unverändert zu lassen.
18 Ich bezeuge
jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem
wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
19 Und wer etwas
wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen
Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in
diesem Buch geschrieben steht.
Nachgewiesene Veränderungen
an der Schrift (was lediglich jene Änderungen betrifft, die sich anhand noch
überprüfbarer Schriftrollen bzw. Fragmenten davon, nachvollziehen lässt) gehen in
die zigtausende. Es werden Änderungen in Höhe von 80.000 genannt. Alleine im
Kodex Sinaiticus sollen 16 000 Veränderungen nachweisbar sein. Auf Details kann
ich hier nicht eingehen, Bibelwissenschaftler haben diese Zahl in umfangreichen
Recherchen akribisch dokumentiert.
Weil es offenbar eine große
Unsicherheit in den Quellschriften gab, sah sich Origenes in der Zeit von 240 –
245 genötigt, sechs der gebräuchlichsten Übersetzungsvarianten jener Zeit in
der so genannten Hexapla (»Die Sechsfache«) nebeneinander zustellen. Leider ist
dieses Werk immensen Ausmasses fast völlig verloren gegangen.
Da hat es auch keinen Sinn,
die Entstehung der Septuaginta als ein Musterbeispiel für die überaus korrekte
Abschriftenpraxis hinzustellen.
Auf Veranlassung des
hellenistischen Kaisers Ptolemäus II. entstand im 3. Jh. v. Chr. in Alexandria
die Septuaginta. Der Name rührt von der Anzahl (70) der Übersetzer her.
Die Septuaginta entstand erst
zur Zeit der Makkabäer, also einer Zeit, in der keine so genannt kanonischen
Bücher jenes Geschehen mit einer göttlichen Authentizität versehen hätten.
Wir wissen, dass ordentlich
übersetzt und vervielfältigt wurde, doch das sagt noch lange nichts darüber
aus, ob die damals übersetzten und abgekupferten Schriften von ihrem Ursprung
her noch korrekt waren.
Die Geschichte der heiligen
Worte Gottes ist alles andere als rühmlich. Jene, denen man die Inspirationen
Gottes anvertraut hatte, die Israeliten, das Volk der Juden, (Gottes Volk)
hatte zeitweise die Schriften aus Moses Zeiten völlig unbeachtet gelassen.
Waren ihnen die Worte Gottes (JHWHs) nicht wichtig gewesen? Gab es damals keine
Mechanismen, die ein Vergessen und Verstauben des Gesetzes und den Worten des
Bundes verhindert hätten??? – Offensichtlich muss es so gewesen sein.
Und wenn selbst die Hüter der
Worte Gottes diese als so "unwichtig" ansahen, wer kann dann noch mit
gutem Gewissen behaupten:
Die inspirierten Worte Gottes
wurden in ihrer ursprünglichen Form sorgfältigst bewahrt und gehütet!?!
Bestens dokumentiert ist
diese Missachtung des Wortes Gottes durch das eher zufällige Wiederfinden der
Worte des Gesetzes während der Herrschaft Josias.
Es handelte sich hierbei
offensichtlich nur um das Bundesbuch, doch das war ja einst der zentrale
Bestandteil dessen, was man von den Aussprüchen Gottes niedergeschrieben hatte.
– Textauszug dazu siehe am Schluss.
Und jetzt kommt noch etwas ganz
Ungeheuerliches, etwas, was man tunlichst nicht an die große Glocke hängt.
Kann es sein, dass die
Schriften, die wir als die inspirierten Schriften Gottes ansehen, erst nach dem
babylonischen Exil entstanden sind???????????
Entsprechende Hinweise gibt
es, und niemand erwähnt diesen Umstand.
Esra und nicht etwa Moses war
der Schreiber des Pentateuchs. Dass dieser Verdacht nicht unbegründet ist, soll
in Folge aufgezeigt werden. Ich will damit nicht behaupten, dass Esra, bzw. sein
Team die Bibel neu erfunden (erdacht) haben. Möglicherweise haben sie
vorhandenes Material gesichtet und dieses wieder hergestellt. Doch was lag
ihnen damals vor, auf welche Quellschriften hatten sie Zugriff? Was haben sie
aus diesen alten Schriften gemacht? Was ist nur aus der Erinnerung
rekonstruiert worden? Viele Fragen, wer weiß die Antwort?
Woher habe ich diese
Informationen? Nun, sie sind nachzulesen im fünften Buch des Eusebius
(Kirchenhistoriker bis ca. 342) und dort im achten Kapitel. Danach ergab sich
die Notwendigkeit, die heiligen Bücher (die Schriften der Bibel) neu zu
schreiben, weil sie zwischenzeitlich vernichtet worden waren. Eusebius wiederum
bezieht sich in seiner Recherche auf Irenäus (140-202).
Da mir die entsprechenden
Schriften des Irenäus noch nicht vorliegen zitiere ich diesen Sachverhalt aus
Eusebius. Jener Schreiber der frühen Kirchengeschichte ist immerhin sehr
angesehen.
Da sie nun vor Ptolemäus
zusammenkamen und ihre Übersetzungen verglichen, da wurde Gott verherrlicht,
und die Schriften erwiesen sich als wahrhaft göttlich. Denn alle Siebzig hatten
dieselben Texte mit denselben Ausdrücken und denselben Worten von Anfang bis
zum Schlusse wiedergegeben, so dass selbst die anwesenden Heiden erkannten,
dass die Bücher unter göttlicher Eingebung übersetzt worden seien. Dass Gott
solches gewirkt, ist nicht auffallend. Denn als während der Gefangenschaft des (jüdischen) Volkes
unter Nebukadnezar die Bibel vernichtet worden war und die Juden nach siebzig
Jahren in ihre Heimat zurückkehrten, schrieb der Priester Esdras aus dem Stamme
Levi in der Zeit des Perserkönigs Artaxerxes unter göttlicher Inspiration alle
Worte der früheren Propheten von neuem nieder und stellte so dem Volke das
mosaische Gesetz wieder her." Soweit Irenäus.
Inzwischen habe ich den
Originalwortlaut des Irenäus bekommen und habe in einer zusätzlichen Recherche
die Thematik noch einmal neu aufbereitet. Siehe unter: Die
Schriften des Esra
Hinweise aus der Bibel siehe
unter "Brandschatzung"
Soweit Eusebius zu diesem
Geschehen. Immerhin haben wir den Hinweis darauf, dass alles unter göttlicher
Inspiration erfolgte. Damit haben wir doch zumindest den kleinen Trost, dass
die so rekonstruierten Schriften nicht völlig willkürlich zustande kamen. Aber
ob es sich dabei um eine eins zu eins Wiederherstellung handelte, möchte ich
doch stark bezweifeln.
In unseren Bibeln wird Esdras
mit Esra wiedergegeben.
Ein Bibelbuch
"Esra" trägt seinen Namen, ein weiteres, das des Nehemias, behandelt Ereignisse,
in die Esra involviert war. (Textverweise zum Esra)
Viele Kirchenväter schreiben
auch die Bücher der Chronika (siehe Anhang) dem Esra zu. Auch das Buch Nehemia
dürfte von Esra mitverfasst worden sein.
Die beiden Männer Esra und
Nehemia haben eine Reorganisierung, eine Wiederherstellung des Gottesvolkes
eingeleitet. Genau genommen, sind sie zu den Wurzeln des Judenvolkes geworden.
Man beruft sich zwar von der Tradition her eher auf Moses und Abraham, doch von
vielen, wenn nicht gar den meisten direkten Wurzeln, (bis hin zu diesen frühen
Gottesvertretern) sind über schicksalsvolle Zeiten die Hebräer weitestgehend
abgetrennt.
Esra war weit mehr als der
Esra, wie er uns durch die Bibelschriften vermittelt wird. Es gibt noch weitere
Bücher die den Namen Esra tragen. Sie sind in der Ich-form geschrieben und
rücken Esra in ein ganz anderes Licht; nämlich in den eines Propheten wie z. B.
Henoch es war.
Das apokryphe Buch Esra (4.
Buch Esra) enthält sieben Gesichter (Visionen) in denen Esra noch während der
babylonischen Gefangenschaft auf seine Mission (das Judenvolk zu
reorganisieren) vorbereitet wird. Warum dieses Buch keinen Zugang zum
kanonischen Teil der Bibel bekommen hat, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht
auch deswegen, weil hier vieles behandelt wird, was den Horizont der damaligen
Juden weit überstrapaziert hätte. Genauso gut könnten aber die so genannt
Wissenden diese Wissensquelle, quasi als Trumpf, nur ausgewählten Kreisen
zugänglich gemacht haben. Eine Praxis, die durch alle Zeiten hindurch (leider)
immer wieder anzutreffen ist. Ist nicht auch der Klerus der Kirche nichts
anderes? Wissen ist nun einmal Macht. Und wenn jemand an der Macht bleiben
möchte, dann muss er mehr Macht (Wissen) haben als die anderen … Da machte auch
die Priesterklasse der Juden keine Ausnahme.
Es folgen einige Texthinweise
der Bibel zur Person des Esra. Danach war er gesetzeskundig und auch von ganzem
Herzen darauf bedacht, das Gesetz des Herrn zu erforschen, danach zu handeln
und es als Satzung in Israel zu lehren.
6 Dieser Esra kam
also von Babel herauf. Er war ein Schriftgelehrter, kundig im Gesetz des Mose, das der Herr, der Gott Israels,
gegeben hatte. Weil die Hand des Herrn, seines Gottes, über ihm war,
gewährte der König ihm alles, was er wünschte.
10 Denn Esra war von ganzem Herzen
darauf aus, das Gesetz des Herrn zu erforschen und danach zu handeln und
es als Satzung und Recht in Israel zu lehren.
11 Das ist eine
Abschrift des Erlasses, den der König Artaxerxes dem Priester und
Schriftgelehrten Esra mitgab, dem Schriftkundigen in den Geboten und Satzungen,
die der Herr Israel gegeben hatte:
12 Artaxerxes, der
König der Könige, wünscht dem Priester Esra, dem Schriftkundigen im Gesetz des
Gottes des Himmels, alles Gute.
1Das ganze Volk
versammelte sich geschlossen auf dem Platz vor dem Wassertor und bat den
Schriftgelehrten Esra, das Buch mit dem Gesetz des Mose zu holen, das der Herr
den Israeliten vorgeschrieben hat.
2 Am ersten Tag
des siebten Monats brachte der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung; zu
ihr gehörten die Männer und die Frauen und alle, die das Gesetz verstehen
konnten.
3 Vom frühen Morgen
bis zum Mittag las Esra auf dem Platz vor dem Wassertor den Männern und Frauen
und denen, die es verstehen konnten, das Gesetz vor. Das ganze Volk lauschte
auf das Buch des Gesetzes.
4 Der
Schriftgelehrte Esra stand auf einer Kanzel aus Holz, die man eigens dafür
errichtet hatte. Neben ihm standen rechts Mattitja, Schema, Anaja, Urija,
Hilkija und Maaseja, und links Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum,
Haschbaddana, Secharja und Meschullam.
5 Esra öffnete das
Buch vor aller Augen; denn er stand höher als das versammelte Volk. Als er das
Buch aufschlug, erhoben sich alle.
6 Dann pries Esra
den Herrn, den großen Gott; darauf antworteten alle mit erhobenen Händen: Amen,
amen! Sie verneigten sich, warfen sich vor dem Herrn nieder, mit dem Gesicht
zur Erde.
12. Artahsasta,
der König der Könige, an Esra, den Priester, den Beauftragten für das Gesetz
des Gottes des Himmels, vollkommenes ‹Heil›! Und nun:
21. Von mir
persönlich, dem König Artahsasta, wird ‹hiermit› an alle Schatzmeister jenseits
des Stromes Befehl gegeben: Alles, was Esra, der Priester, der Beauftragte für
das Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, soll gewissenhaft
getan werden,
25. Du aber, Esra,
setze nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner Hand ist, Richter und
Rechtsprecher ein, die dem ganzen Volk Recht sprechen sollen, das jenseits des
Stromes ist, allen, die die Gesetze deines Gottes kennen. Und wer sie nicht
kennt, dem sollt ihr sie mitteilen.
26. Und jeder, der
das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des Königs nicht befolgt, an dem soll
mit Eifer Gericht geübt werden, es sei zum Tode oder zur Verbannung oder zur
Geldstrafe oder zum Gefängnis.
Rabbiner und
Kirchenväter nahmen an, daß Esra der Verfasser der Chr. sei. W. F. Albright
tritt für diese Tradition ein und gibt als Entstehungszeit 400-350 v.Chr. an.
Andere datieren die Bücher wesentlich später. Für die Verfasserschaft des Esra
spricht, daß die Chr. stilistische Verwandtschaft mit den Büchern Esra und
Nehemia zeigt, die zudem den Bericht der Chr. unmittelbar fortsetzen. Eine
gleichzeitige Entstehung mit den Büchern Esra und Nehemia liegt daher nahe.
Dem folgte die Selbstbesinnung
der Juden auf die Grundlage ihrer Existenz als Gottesvolk. Esra konnte seine
geistliche Reform wieder aufnehmen, die mit der Erneuerung des Bundes, den N.
als erster unterzeichnete (Neh10,2), ihren Abschluß fand. Aus dem gemeinsamen Wirken der
beiden Männer Esra und N. erwuchs so die Grundlage des Judentums (-›
Judäer, Juden, Judentum). Das Schlußkapitel Neh13 zeigt jedoch schon, daß weder
der staatl. Aufbau noch die Neuordnung des Gottesdienstes zu einer wirklich
durchgreifenden geistlichen Erneuerung hatten führen können.
14 Als man das Geld herausnahm, das in das Haus des Herrn
gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn,
das durch Mose verkündet worden war.
15 Hilkija
berichtete darüber dem Staatsschreiber Schafan und sagte: Ich habe im Haus des
Herrn das Gesetzbuch gefunden. Hilkija übergab Schafan das Buch,
16 und dieser
brachte es zum König mit der Meldung: Deine Knechte haben alles ausgeführt, was
ihnen aufgetragen wurde.
17 Sie haben das
Geld ausgeschüttet, das sich im Haus des Herrn vorfand, und es den Aufsehern
und Arbeitern gegeben.
18 Dann sagte der Staatsschreiber
zum König: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Schafan las dem König
daraus vor.
19 Als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriß er
seine Kleider
20 und befahl dem
Priester Hilkija sowie Ahikam, dem Sohn Schafans, Abdon, dem Sohn Michas, dem
Staatsschreiber Schafan und Asaja, dem Diener des Königs:
21 Geht und befragt
den Herrn für mich und den Rest Israels und Judas wegen des Buches, das
aufgefunden wurde. Denn der Zorn des Herrn, der sich über uns ergossen hat, muß
groß sein, weil unsere Väter auf das Wort des Herrn nicht geachtet und weil sie
nicht getan haben, was in diesem Buch niedergeschrieben ist.
Siehe auch 2Kö 22 u. 23
17 Und er ließ den König der Chaldäer gegen
sie heraufkommen und brachte ihre jungen Männer mit dem Schwert um im Haus
ihres Heiligtums. Er hatte kein Mitleid mit Jüngling oder Jungfrau, mit Altem
oder Greis. Alle gab er in seine Hand.
18 Und alle Geräte des Hauses Gottes,
die großen und die kleinen, und die Schätze des Hauses des HERRN und die
Schätze des Königs und seiner Obersten, alles brachte er nach Babel.
19 Und sie verbrannten das Haus
Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder. Und all seine Paläste
verbrannten sie mit Feuer, und all seine kostbaren Geräte zerstörten sie.
20 Und was vom
Schwert übriggeblieben war, führte er <gefangen> nach Babel. Und sie
mußten ihm und seinen Söhnen als Sklaven <dienen>, bis das Königreich der
Perser zur Herrschaft kam,
21 damit erfüllt
würde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias, bis das Land seine Sabbate
ersetzt bekam. All die Tage seiner Verwüstung hatte es Ruhe, bis siebzig Jahre
voll waren.
Nach zwei Jahren
bringe ich alle Geräte des Hauses des HERRN an diesen Ort zurück, die
Nebukadnezar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel
gebracht hat.
Unser heiliges und
herrliches Haus, worin unsere Väter dich lobten, ist ein Raub des Feuers, und alle unsere Kostbarkeiten
sind zu Trümmern geworden.
Einiges mag unversehrt nach Babylon
gelangt sein und später auch wieder zurück in die Hände der ursprünglichen
Besitzer. Ob sich darunter jedoch alle wichtigen schriftlichen Aufzeichnungen
der heiligen Schriften befanden, vermag ich nicht zu sagen, denn entsprechende
Hinweise fehlen schlichtweg. Insofern dürfte der Aussage des Irenäus, dass die
heiligen Schriften während der jüdischen Gefangenschaft vernichtet worden
seien, durchaus ein gewisser Wahrheitsgehalt zugrunde liegen. Dann bleibt aber
auch die Frage im Raum stehen, ist die Bibel überhaupt noch das, was man uns
gelehrt hat?
Autor: B.
Freytag
www.fallwelt.de/bibel/bibel/geaendert.htm