Juli 2005
Götter werden in alten Darstellungen oftmals geflügelt
dargestellt. Am bekanntesten mögen da einige assyrische Rollsiegel sein.
Dort sind es eindeutig Menschengestalten, die wohl
Götter darstellen sollen mit Flügeln, wie wir diese von Vögeln her kennen.
Hat es solche Flügelwesen einst gegeben?
Nun, die Schöpfung ist unermesslich groß und noch
weitestgehend unerforscht, es wäre auch möglich, dass es flugfähige Götter
gegeben haben könnte. Nebenbei, auch Drachen werden oftmals mit Flügeln und
fliegend dargestellt.
Dennoch, auch wenn ich theoretisch geflügelte
humanoide Lebensformen für möglich halte, sollten jene "Flügelwesen"
aus Assyrien wohl eher Symbolcharakter gehabt haben.
Ich bezweifle auch, dass die Götter dem Bildhauer
Modell gestanden haben. Also werden Künstler gemäß ihrer eigenen Phantasie jene
Gottheiten modelliert haben. Dabei haben sie natürlich auf vorhandenes
Brauchtum zurückgegriffen. Und dazu gehörte offenbar das Wissen darum, dass die
Götter fliegen konnten. Natürlich nicht aus eigenem Antrieb durch Flügelkraft,
sondern mittels technischer Gerätschaften. Das könnten flugzeugähnliche Flieger
gewesen sein, aber auch eine uns völlig fremde Technologie.
Aus Berichten in Verbindung mit Außerirdischen hört
man oft, dass Levitation eine Rolle spielte, also das Aufheben der Schwerkraft.
Aber auch Levitation setzt keine Flügel herkömmlicher Art voraus.
Wir können also sicher sein, dass die Flügel der
Götter, wenn Götter überhaupt mit Flügeln dargestellt werden, nur symbolischen
Wert haben. Man will damit andeuten, dass die Götter fliegen konnten, was für
die Menschheit von damals bestimmt etwas Ehrfurchteinflössendes war.
Das Fliegen spielte bei den Göttern einst eine große
Rolle, denn sie schienen die Erde nur als eine ihrer Kolonien zu betreiben.
D.h., sie hatten selbst andere Heimatplaneten, zu denen sie sicherlich auch
Kontakt hielten.
Aus einigen Keilschrifttexten erfahren wir, dass
einige Götter Raumstationen im Orbit oder weiter entfernt von der Erde
unterhielten. Man nannte jene, die dort ihren Tätigkeiten nachgingen, Igigi. – Andere
wiederum waren auf der Erde stationiert, dieses waren die Anunnaki.
Selbst wenn es also (entfernungsbedingt) keinen
ständigen Kontakt zu etwaigen Heimatplaneten gab, wird es diesen Kontakt zumindest
zu den in der(den) Raumstation(en) befindlichen Besatzungen gegeben haben.
Wer fähig ist, an Weltraumbasen anzudocken, ist auch
fähig im Bereich der Lufthülle eines Planeten zu fliegen. Dieses ist die
schnellste Art der Fortbewegung und auch die, welche am wenigsten Infrastruktur
(Strassen) benötigt, um überall hinzukommen.
Folglich werden diese Götter von einst oft von ihren
Möglichkeiten zu fliegen Gebrauch gemacht haben. Und es ist nahe liegend, dass
spätere Generationen, die ihr Wissen nur aus Erzählungen kannten, diese Götter
mit Flügeln darstellten. Wie hätten sie sonst bitte schön fliegen können?
Wenn man es wirklich will,
könnte man das in der Tat an Hand der Bibel belegen, denn es gibt zwei Bibelstellen
(jeweils in den Psalmen) die auf die Flügel Gottes Bezug nehmen.
Behüte mich wie
den Augapfel, den Stern des Auges, birg mich im Schatten deiner Flügel.
Mit seinen
Schwingen bedeckt er dich, und unter seinen Flügeln findest du Zuflucht, Schild und Mauer ist
seine Treue.
Doch jemand, der aus
diesen Schriftstellen ableiten wolle, der Herr im Himmel habe Flügel, schießt
wohl ein wenig übers Ziel hinaus.
1. … wird dieser Bezug auf
Flügel ausschließlich in den Psalmen, und auch hier nur an zwei Stellen
gebracht.
2. … lässt der Kontext
erkennen, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein Wortspiel, eine Metapher
oder eine Redewendung handelt.
3. … gibt es in der Bibel
einige Hinweise zur Physiognomie Gottes, die keinerlei Rückschlüsse auf Flügel
zulassen.
Obwohl ich die freie
Bibelübersetzung "Hoffnung für Alle" im allgemeinen als für das
Bibelstudium untauglich erachte, finden wir in der dort gemachten Übersetzungsvariante
zu den Flügeln Gottes einen sinnvollen Erklärungsansatz, was die Bedeutung
dieser sinnbildlichen Flügel betrifft.
Er wird dich
behüten wie eine Henne, die ihre Küken unter die Flügel nimmt. Seine Treue
schützt dich wie ein starker Schild.
Wir können also den Gedanken,
Gott habe Flügel, getrost vergessen.
Jedem Bibelleser dürfte
bekannt sein, dass wir Menschen im Bilde Gottes geschaffen wurden. Das heißt im
Umkehrschluss, wenn Menschen keine Flügel haben, hat Gott selbst auch keine
gehabt. Selbst rudimentär ist mir nicht bekannt, dass das Menschengeschlecht
Hinweise auf Flügelansätze hat. Was gelegentlich vorkommen soll, ist, dass
Menschen mit Schwänzen oder mit sechs Fingern geboren werden. Aber Menschen mit
Flügeln? Sie spielen nur in der Theaterwelt oder im Kino eine Rolle.
Wie groß müssten wohl die
Flügel sein, um einen 60 kg - Menschen zu tragen?
Ich weiß nicht, wie viel ein
Albatross wiegt, doch diese Tiere haben immerhin schon eine Flügelspannweite
von 3,4 Metern.
Menschen dürften demnach eine
Flügelspannweite von 6 – 10 Metern haben. – Diese Ausmaße setzten schon einen
wahrhaft ausgeklügelten Mechanismus voraus, um die Flügel bei Nichtgebrauch auf
ein vertretbares Maß zusammen zu falten.
Über sechs Meter lange Flügel
würden aber auch die dazugehörigen Muskelpakete erforderlich machen.
Schwarzenegger und Co. müssten blass werden vor Neid, wenn sie sich mit solchen
Muskeln messen müssten.
Und wo blieben dann Arme und
Hände??? Säugetiere sind allesamt viergliedrig, und Menschen können nicht
leugnen, dass auch sie den Säugern zugerechnet werden.
Wir müssen uns also
entscheiden, wollen wir Flügel um zu fliegen oder Hände um zu arbeiten? – Wir
wollen beides?? In der Werbung heißt es doch so schön: "Geht nicht, gibt’s
nicht". Also Flügel mit Händen an den Enden? Dann hätten wir nach wie vor
nur vier Glieder und dennoch hätten wir ein Flügelpaar haben können. Und wenn
dieses am Ende noch je eine Hand hätte, wären wir doch perfekt!? Die Natur
macht es uns doch vor. "Flughunde" (die größten ihrer derzeit
lebenden Vertreter), haben eine Körperlänge von 40 cm und dabei eine
Flügelspannweite von 1,4 Metern.
Sollte Gott also eine Größe
von 2 Metern haben, müsste er eine Flügelspannweite von sieben Metern haben.
Flughunde können zwar nicht gehen, und sie schlafen an ihren Beinen hängend im
Baum, doch dass ließe sich physiognomisch sicherlich auch noch irgendwie bis
hin zu einem aufrechten Gang lösen.
Gott in der Art (im
Erscheinungsbild) einer Fledermaus? Das ist Blasphemie, würde man zu Recht
sofort einwenden. – Also vergessen wir das mit den Flügeln bitte, sowohl bei
Gott als auch bei seinen Engeln, sofort.
–
wäre das vielleicht denkbar?
Christus soll über das Wasser
gegangen sein. Und Christus, obwohl im Aussehen Gottes, hatte keine Flügel. Er
konnte also (wie auch immer) die Schwerkraft bis zu einem bestimmten Grade
aufheben.
Es ist immer wieder bezeugt, dass
gewisse Menschen levitiert sind. Es muss also Möglichkeiten geben, sich auch
ohne Flügel in die Lüfte zu erheben.
Überdies gibt es viele
Menschen, die überzeugt sind, dass sie fliegen können (dies zumindest einmal
tun konnten). In ihnen liegt dieses unbewusste Wissen um fliegen und schweben,
sich quasi elfenhaft im Raum bewegen zu können.
Ich selbst habe unzählige
Erinnerungen daran, dass ich mich des Nachts schwebend oder fliegend durch den
Raum über große Distanzen bewegt habe. Mir war niemals bewusst, dass ich dafür
Flügel gebraucht hätte. Einzig mehr oder weniger große Anstrengungen geistiger
Art waren Voraussetzung. Als Starthilfe war es oftmals hilfreich für mich, mich
mit einer Art Schwimmbewegungen (in der Luft) auf das Fliegen einzustimmen.
Doch wenn ich erst einmal in der Höhe war, war ausschließlich mein Wollen dafür
verantwortlich, wohin der Flug weiter gehen sollte.
Natürlich habe ich
des Nachts meinen physischen Körper, der immerhin über 70 kg wiegt, nicht dabei
gehabt. Doch hatte ich mein Bewusstsein und auch genügend Sinne, um mich
orientieren zu können. Und für dieses, (ich nenne es einmal: feinstoffliche
Fliegen) gibt es andere Gesetzmäßigkeiten. Auch hier sind Flügel meines
Erachtens nicht erforderlich. – Ich habe dies nur erwähnt, weil man Engel
oftmals in den feinstofflichen Bereich verlegt. Und dabei verlegt man
Engelsflügel eben auch in den Bereich der anderen Wirklichkeiten, die dem
menschlichen Auge normalerweise verwehrt sind. Nachprüfbar ist das ohnehin nicht.
Sie entwichen hinauf zum Himmel des Anu -
Die Götter kauern wie Hunde, sie lagern
draußen!
230
So entstand, um
nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, Edimmu.
Nachdem Nintu
diesen Ton vermischt hatte,
rief sie die
großen Götter, die Anunnaki, an.
Die großen Götter
(und) die Igigi
spuckten auf den
Lehm.
125 Als Tiâmat es hörte, gefiel ihr diese
Rede.
«[...] gabt ihr. Laßt uns Ungeheuer schaffen.
[...] die Götter inmitten der himmlischen
Wohnung.
Autor: B.
Freytag
www.fallwelt.de/goetter/fluegel.htm