November 2011
Verbreitet Furcht und Schrecken
Abraham nimmt unter den Juden, den Christen und auch den Muslimen eine wichtige Schlüsselrolle ein. Er ist der Stammvater des Volkes, von dem der Gott JHWH sagt, es sei sein Volk.
Natürlich muss ich an dieser Stelle einwänden, darunter mögen manche "Geschichten" sein, die wenig Bezug zur Wahrheit haben. Denn wenn man es genau nimmt, beginnt der Bibelbericht erst mit Abraham. Die Zeiten davor werden bestenfalls stichwortartig abgehandelt. Und da die Bibel, in diesem Fall die Geschichten des AT, erst während des babylonischen Exils, also frühestens vielleicht ab 600 v. u. Z. geschrieben wurde, bleibt immer die Frage bestehen, was ist Wahrheit und was ist nur ausgedacht (ausgeschmückt). Dies sei vorweg gesagt, wenn ich auf einige Texte im AT Bezug nehme.
Schon sehr früh schlüpfte Abraham in die Rolle eines Kontaktlers hinein. So würde man in der heutigen Zeit jemanden nennen, der im Kontakt zu Außerirdischen steht. Früher wurden diese häufig Propheten genannt, weil mit solchen Kontakten auch meistens Anweisungen, die "Gott" gab, einhergingen. Er wurde auserwählt, um für JHWH ein neuerliches Projekt ins Leben zu rufen.
1 Und Jehova sprach zu Abram: Gehe
aus deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in
das Land, das ich dir zeigen werde.
2 Und ich will dich zu einer großen
Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und du
sollst ein Segen sein!
6 Und ich will deinen Samen machen
wie den Staub der Erde, so daß, wenn jemand den Staub der Erde zu zählen
vermag, auch dein Same gezählt werden wird.
17 Und es geschah, als die Sonne
untergegangen und dichte Finsternis geworden war, siehe da, ein rauchender Ofen
und eine Feuerflamme, die zwischen jenen Stücken hindurchfuhr.
18 An selbigem Tage machte Jehova einen
Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome
Ägyptens bis an den großen Strom, den Strom Phrath:
1 Und Abram war 99 Jahre alt, da
erschien Jehova dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, {El} der
Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
2 Und ich will meinen Bund setzen zwischen mir und
dir und will dich sehr, sehr mehren.
Abraham stand somit am Beginn eines Projektes für den "Gott" JHWH, wobei dieser sich bestenfalls als der Gott der Vorväter vorstellte, bzw. als ein El (Elohim). Abraham sollte der Vater einer großen Nation werden. Wobei diese "Nation" aus einem Geschlecht, also aus einer ausgewählten Ahnenreihe, bestehen sollte. Dieser JHWH verfolgte damit also so etwas wie ein genetisches Zuchtprogramm. Als "Gott" hatte er Kenntnisse von Genetik, die uns vielleicht jetzt erst nach und nach erschlossen werden.
Ein Aspekt, der hier ebenfalls mit berücksichtigt werden sollte ist, dass es hierbei auch um das Inkarnieren eines ganzen Volkes ging. Dieses lässt sich, wenn man ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen vermag und über Inkarnation Bescheid weiß, sehr wohl aus einigen Bibelberichten herauslesen.
Dieses mag in einem eigenen Aufsatz zum Thema: "Die 144.000" einmal näher erläutert werden.
Wie es dann weiter geht, soll nicht im Detail beschrieben werden. Abraham bekam Nachwuchs, u.a. Isaak, jener bekam u.a. den Jakob und dieser wiederum zeugte mit vier Frauen 12 Söhne, die später einmal zu den 12 Stämmen Israels heranwachsen sollten. Wegen einer Hungerkatastrophe siedelten die Stämme dann nach Ägypten, wo sie schnell zu einer stattlichen Volksgruppe heranwachen konnten. Doch die Zeit war gekommen, dieses in der Fremde lebende Volk wieder zurückzuführen.
Womöglich trat ER, jetzt sich JHWH nennend, erstmalig in der Weltbühne auf. Was mit Abraham in einem ersten Akt ("als die Saat") quasi begann, leitete in Verbindung mit Moses zum zweiten Akt (die Geburt einer Nation) über.
Jeder wird sich denken können, dass auf einen zweiten Akt ein dritter folgt usw., womit ich darauf hinweisen möchte, dass dieses Projekt von langer Hand geplant war und seine Verwirklichung sich über große Zeitabschnitte erstreckt, und sogar bis in unsere heutige Zeit hineinreicht.
Es war im übrigen auch die Geburtsstunde eines monotheistischen Gottes, des Gottes JHWH, der seinen Einfluss von jetzt an zunehmend geltend machte.
6. Und er sprach: Ich bin der Gott
deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!(1)
Da verdeckte Mose sein Angesicht; denn er fürchtete
sich, Gott anzuschauen.
7. Und der HERR sprach: Ich habe
das Elend meines Volkes(2) in
Ägypten angesehen und habe ihr Geschrei gehört über die, welche sie treiben; ja
ich kenne ihre Schmerzen;
8. und ich bin herabgefahren,
(3) daß ich sie errette von der Ägypter Hand
und sie ausführe aus diesem Land in ein gutes und weites Land, in ein Land, das
von Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter,
Pheresiter, Heviter und Jebusiter. (4)
9. Und nun siehe, das Geschrei der
Kinder Israel ist vor mich gekommen, und ich habe auch ihre Bedrückung gesehen,
wie die Ägypter sie bedrücken!
10. So geh nun hin, ich will dich
zu dem Pharao senden, daß du mein Volk(5), die Kinder Israel, aus Ägypten führest! -
11. Mose sprach zu Gott: Wer bin
ich, daß ich zum Pharao gehe, und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten führe?
12. Er sprach: Ich will mit dir
sein; und dies soll dir das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du
das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott dienen(6).
13. Mose sprach zu Gott: Siehe,
wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter
hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen werden: Wie heißt sein Name?
(7) - was soll ich ihnen sagen?
14. Gott sprach zu Mose: «Ich bin,
der ich bin!(8)» Und er
sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu
euch gesandt.
15. Und nochmals sprach Gott zu
Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: Der HERR, der Gott eurer
Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs(1), hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich und
meine Benennung für und für(9).
1.) Der Gott Abrahams, was wohl darauf schließen lässt, dass jene, die einst Abraham besuchten und ihm versprachen, dass seine Nachkommenschaft groß werden würde, die selben waren, die jetzt mit Moses in Kontakt traten. Zur Erinnerung: Während zwei Engel nach Sodom gingen blieb einer, der Chef(?) noch eine Weile bei Abraham und beantwortete ihm einige Fragen.
2.) Die Nachkommen Abrahams sind inzwischen zahlreich geworden und leben aus der Not heraus in der Fremde unter der Herrschaft der Ägypter.
3.) Nun, auch ein Gott bedarf gewisser Hilfsmittel, um sich von Ort zu Ort zu bewegen. Wir würden solche Flugschiffe, derer er sich bediente, heute UFOs nennen.
4.) Sie sollen in eine Region, in der andere Völker ihre Wurzeln hatten. Ist das wirklich legitim? Im Jahre 1947 wurde selbiges auf recht ähnliche Weise nochmals in Szene gesetzt. Die Region wurde dadurch alles andere als befriedet, damals wie heute.
5.) Offensichtlich betrachtet JHWH die Nachkommen Abrahams als sein Volk. Was wohl mehr einschließt, als nur biologische Nachkommen des Abraham zu sein. Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um besondere "(Seelen-) Familien" handelte, die in dieses Volk inkarnierten.
6.) Hier sind wir wieder beim alten Thema; dieses Volk soll "Gott" dienen, es soll sein Werkzeug sein in dieser Welt, seine Schachfiguren, um die Geschicke der Welt zu beeinflussen.
7.) Die Frage nach dem Namen Gottes deutet an, dass jener den Israeliten alles andere als bekannt war. Sie kannten ihn nicht, bestenfalls mögen sie noch gewusst haben, dass ihre Stammväter früher einen Gotteskontakt hatten.
8.) "Ich bin, der ich bin", eine etwas befremdliche Begrifflichkeit. Manche übersetzen dieses mit "ich bin der Seiende" ( in dem Sinne von "lebender Gott, der tatsächlich ins Geschehen eingreift"). Andere wiederum sehen in dieser Begriffswahl einen Hinweis auf: Ich bin der Amtierende, der eingesetzte, der legitime Gott. Ich halte die letztgenannte Variante für die wahrscheinlichste. Immerhin lässt sie den Schluss zu, dass vor IHM auch andere diesen Titel (dieses Amt) gehabt haben mögen.
9.) Hier haben wir also die Geburtsstunde des Namens JHWH. Er hat sich zwar als: Ich bin, der ich bin vorgestellt, aber daraus ist dann JHWH geworden. Meist mit Jehova oder Jahwe übersetzt. Dennoch fehlt dieser Begriff in den meisten Bibeln, stattdessen steht dort meist nur HERR, was einer jüdischen Tradition entspringt, den Gottesnamen nicht auszusprechen zu dürfen.
Wie ich es sehe, sollten also die ersten Aktivitäten des Gottes, der sich als "Ich bin, der ich bin" vorstellte, in Verbindung mit Abraham zu sehen sein. Zu einer Zeit also, in der sich dieser Gott noch keinen Namen gemacht hatte, in der er eher ein unbekannter Gott war. Was zumindest auf jene Region zutrifft, denn zu jener Zeit, nach der vernichtenden Flut, waren es gemäß der biblischen Chronologie nur wenige, genau genommen, 10 Generationen nach Sem.
Durch die Demonstration seiner Macht hat er sich vor den Menschen als seiend erwiesen, er hat durch einige Machttaten (10 Plagen) auf sich aufmerksam gemacht, als Gott, der tatsächlich ins Lebensumfeld der Menschen eingriff.
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass auch vor ihm schon andere Götter in gewisse Angelegenheiten eingriffen. Überliefert sind ganze Kriege, die sich die Götter lieferten, in denen sie schrecklichste Waffensysteme zum Einsatz brachten. Die überlebenden Menschen sahen nur mit Schrecken, was sich da an ihrem Himmel abspielte.
Mit einer Wolkensäule am Tag und einer Feuersäule in der Nacht, (also wohl ein Flugschiff, meist UFO genannt) eskortierte der Gott JHWH das Volk der Israeliten während seines Aufenthaltes in der Wüste. Einem Nomadenvolk muss derlei Technik mächtig imponiert haben, zumal man mit diesem Gerät beeindruckende Effekte erzeugen konnte, wie Lärm, gleißendes Licht, Wirbelwind und was sonst nicht alles.
Ein Volk, welches Schützenhilfe buchstäblich vom Himmel her bekam, muss auch mächtig motiviert gewesen sein, gegen gewisse Feinde zu kämpfen; wohl wissend, dass man diese, (auch wenn man ihnen an Zahl und an Kriegsgerät unterlegen war), bezwingen wird. So zogen die Israeliten dann aus, mordend die Völker einer ganzen Region auszulöschen. Sind das wirklich solche Heldentaten, wie man (die Kirchen) uns immer wieder weiszumachen versucht?
Dieses Geschehen, wenn gewisse Nationen von "Gott" Schützenhilfe erhalten, kann man jetzt versuchen zu rechtfertigen. Da man "Gott" ein Image andichtet, er sei gut, vollkommen und gerecht, wird man geneigt sein, Gottes eingreifen als gerechtfertigt zu betrachten. Dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Deswegen werden auch die schrecklichsten Gräueltaten, die mit dem Gott JHWH in Verbindung gebracht werden, als erforderlich und richtig angesehen.
Doch wenn dieser Gott (JHWH) in Wirklichkeit nicht so gerecht, so gut, so allwissend und erhaben ist, sieht ein eingreifen Gottes schon ganz anders aus. Dann wird nämlich (womöglich unverhältnismäßig) stark in die normale Entwicklung des Menschen eingegriffen. Ich will solch ein eingreifen, solch ein orchestrieren von Ereignissen, nicht einmal verurteilen. Doch muss wirklich gewährleistet sein, dass der Mensch, dessen Umfeld beeinflusst wird, davon am meisten profitiert. Und genau da habe ich so meine Zweifel. Es hat den Anschein, dass "Gott" (bzw. die herrschende Gottesmacht) mehr an seiner eigenen Ideologie und seinen eigenen Interessen interessiert ist.
Deswegen stellt sich die Frage, wenn man sich das wirken des Menschen jetzt und in der Geschichte ansieht, sind das die Früchte menschlichen Handelns oder sind das eher die Früchte einer im Hintergrund lenkenden Macht? – Wäre Gott, wie die meisten immer noch meinen nur gut, sollte man annehmen dürfen, dass die Verhältnisse auf der Erde anders sein müssten, nämlich vor allem friedlicher und gerechter. Da dem aber nicht so ist, werde ich Themen wie diese weiter ins Netz stellen.
Autor: B. Freytag
www.fallwelt.de/nanna/spuren.htm