November 2011
Das hier angeschnittene Thema scheint mir doch recht aufschlussreich zu sein.
Bei uns könnte man sagen, Wissen ist Macht. Wer einen Wissensvorsprung hat, der hat in vielerlei Hinsicht Vorteile gegenüber jenen nicht Wissenden. Leider werden solche Wissensvorteile auf unserem Planeten für Kriegstechniken verwendet, was wiederum keinen fortschrittlichen Geist erkennen lässt. Sei's drum, jener Gott, den wir vorzugsweise aus dem Alten Testament kennen gelernt haben, ist sehr darauf bedacht, dass wir ja nicht zu viel Wissen. Das soll hier an zahlreichen Beispielen, die meist aus der Bibel stammen, aufgezeigt werden.
3. Und sie sprachen zueinander:
Wohlan, laßt uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie brauchten
Ziegel für Steine und Asphalt für Kalk.
4. Und sie sprachen: Wohlan, laßt
uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht,
daß wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde
zerstreuet werden!
5. Da fuhr der HERR herab, daß er
die Stadt und den Turm sähe, den die Menschenkinder bauten.
6. Und der HERR sprach: Siehe, es
ist nur ein einziges Volk, und sie sprechen alle nur eine Sprache, und dies ist der Anfang ihres
Unternehmens! Nun wird es ihnen nicht unmöglich sein, alles auszuführen, was
sie sich vorgenommen haben.
7. Wohlan, laßt uns hinabfahren und
daselbst ihre Sprache verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!
8. Also zerstreute sie der HERR von
dannen über die ganze Erde, daß sie aufhörten die Stadt zu bauen.
9. Daher gab man ihr den Namen
Babel, weil der HERR daselbst die Sprache der ganzen Welt verwirrte und sie von
dannen über die ganze Erde zerstreute.
Die Christlichen Kirchen haben um alles in der Welt versucht, diesen Turmbau als einen Frevel hinzustellen, immerhin sehen sie sich in der Pflicht alles irgendwie schön zu reden, was mit "Gott" im Zusammenhang steht. So vielleicht in dem Sinne, die Menschen wollten sich über Gott erheben. – Doch das lässt sich zumindest aus diesen Worten nicht ableiten!!!
Die Menschen wollten sich besser organisieren, und dass lässt sich in städtischen Gemeinschaften eben besser bewerkstelligen. Und sich in das Zentrum dieser Stadt so etwas, wie einen Turm zu stellen, …. Na und.
Das eigentliche Problem war nicht der Turm, der war bestenfalls ein erstes sichtbares Zeichen dafür, dass die Menschen sich funktionierende gesellschaftliche Strukturen geschaffen hatten. Sie konnten nun mehr als nur Schafe züchten …… und genau davor hatten die Götter Angst. Für sie war es absolut notwendig, dass die Menschen einen gewissen Intelligenzlevel nicht überschritten. Dieser war in gemeinsamen Anstrengungen offenbar schon erreicht. – Also hielten sie dagegen und verwirrten die Menschen, säten Zwietracht anstatt Eintracht!!! Ich hoffe, der Leser kann diesen kleinen Schritt mit mir vollziehen.
Bevor ich in der Geschichte weiter voranschreite, werde ich noch etwas zurückblicken.
3. Da sprach der HERR: Mein Geist
soll den Menschen nicht ewig darum strafen, daß auch er Fleisch ist, sondern
seine Tage sollen hundertundzwanzig Jahre betragen!
Vor der Sintflut ließ
"Gott" verlauten, dass die maximale Lebenserwartung der Menschen auf
129 Jahre reduziert werden soll. Ein Blick auf die Vorsintflutlichen
Patriarchen zeigt, dass sie beinahe alle so um die 900 Jahre alt wurden. In
solch einer langen Zeitspanne kann man viel erlernen, man kann unheimlich viele
Erfahrungen sammeln, doch das sollte offenbar eingeschränkt werden. Ein
reduziertes Lebensalter hat die Möglichkeiten der Menschen gewiss enorm
verringert.
16. Und Gott der HERR gebot dem
Menschen und sprach: Du sollst essen von allen Bäumen des Gartens;
17. aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des
Bösen sollst du nicht essen; denn welchen Tages du davon issest, mußt du
unbedingt sterben!
Satt essen sollte sich der
Mensch schon, doch "Erkenntnis" sollte er nicht haben! Gott wollte
keine intelligenten Menschen. Die Schlange, sie war auch ein Gott, sah das
etwas anders und gab den Menschen Wissen, offenbar zu viel Wissen, worauf sie
selbst von den herrschenden Göttern verurteilt wurde.
Als man plante, einen Menschen
zu machen, da waren die Vorgaben klar umrissen, der Mensch sollte dumm sein,
ein wenig über den Tieren, das schon, denn sie sollten ja befähigt sein, nach
Anweisungen der Anunnaki-Götter in Bergminen zu schuften. Doch mit genetischen
Kreuzungsversuchen zwischen den Wilden und den Göttern war immer die Gefahr
latent vorhanden, dass die Menschen letztendlich doch intelligenter als
vorgesehen wurden.
Immerhin gibt selbst die Bibel
den Hinweis, dass der Mensch im Bilde Gottes gemacht wurde.
So
sprachen sie.
"Unterdrücken
wir ein wenig ihre Wünsche, denn was wir sehen, ist nicht gut. Sollen sie am
Ende uns gleich sein, die wir sie schufen, und die wir in weite
Ferne sehen, alles wissen und alles sehen?"
... So
sprachen sie und sogleich veränderten sie die Art ihrer Werke und Geschöpfe.
Es warf das Herz des Himmels einen
Schleier über ihre Augen. Und die trübten sich, wie wenn ein Hauch über den Spiegel geht.
Ihre Augen trübten sich: sie konnten nur noch sehen, was nahe war, nur was klar
war.
So wurden zerstört die Weisheit und alle
Kenntnisse der vier Menschen des Ursprungs und Anfangs.
So
wurden geschaffen und geformt unsere Ahnen, unsere Väter.
Siehe auch: Menschwerdung
Das mit dem Schleier ist eigentlich nicht mal so eben mit einigen Zeilen erklärt. Ich habe dem "Schleier" eine ganze Themenreihe gewidmet.
Der "Schleier" ist so etwas wie ein Bewusstseinsschleier. Unserem Bewusstsein sind die Zugriffe auf kosmische Datenbanken verwehrt. Wir haben bestenfalls so eine Überlebensfunktion, welche die unbedingt erforderlichen Körperfunktionen gewährleisten. Doch geistig gesehen sind wir Kastraten. Und dieses aus dem Grund, weil die Götter die uns schufen eines ganz bestimmt nicht wollten, einen intelligenten Menschen, der es ihnen gleich tun könnte. Diese Problematik war ihnen bekannt, weswegen sie sehr darauf achteten, dass der zu schaffende Mensch auch tatsächlich nur ein dummer Mensch sein würde.
In der Themenreihe, die sich um den eifersüchtigen Bibel-Gott dreht, wird dieses Thema an mehreren Stellen angesprochen.
Es war dem Gott (JHWH / Nanna) ein Dorn im Auge, wenn das Volk sich fremden Göttern zuwandte. Man könnte dieses jetzt ganz unter dem Gesichtspunkt der Eifersucht sehen, warum wänden sie die Menschen jenen Göttern zu die offiziell nicht das Recht haben der einzige Gott für die Menschen zu sein. Weswegen also zieht es die Menschen zu zweit – und drittklassigen Göttern hin wo es doch einen rechtmäßigen Gott gibt?
Man könnte diese Eifersucht auch unter einem anderen Gesichtspunkt betrachten. Nämlich unter dem der Zensur. Die Gefahr war gegeben, dass die anderen Götter den Menschen Dinge erzählten, von denen er wollte, dass die Menschen sie auf keinen Fall erfahren sollten.
In der Themenreihe "die Wächter aus neuerer Sicht" werden die Taten der "Gefallenen" genauer beleuchtet. Es sind so quasi jene, die auf der anderen Seite stehen, jene, die sich etwas zu Schulden haben kommen lassen. Und bei ihren Taten, für die sie verdammt werden zählen auch gewisse Unterweisungen an den Menschen.
1 Diese und alle übrigen mit ihnen
nahmen sich Weiber, jeder von ihnen wählte sich eine aus, und sie begannen sich
zu ihnen hineinzugeben und an ihnen zu verunreinigen, sie lehrten sie
Zaubermittel, Beschwörungsformeln und das Schneiden von Wurzeln und offenbarten
ihnen die [heilkräftigen] Pflanzen.
1 Asasel lehrte die Menschen
Schlachtmesser, Waffen, Schilde und Brustpanzerung zu verfertigen* und zeigte ihnen die Metalle samt ihrer Bearbeitung und die
Armspangen und Schmucksachen, den Gebrauch der Augenschminke und das
Verschönern der Augenlider, die kostbarsten und erlesensten Steine und allerlei
Färbemittel.
2 …Semjasa lehrte die Beschwörungen
und das Schneiden der Wurzeln, Armaros die Lösung der Beschwörungen. Baraael
das Sternschauen, Kokabeel die Astrologie, Ezeqeel die Wolkenkunde, Arakiel die
Zeichen der Erde, Samsaveel die Zeichen der Sonne, Seriel die Zeichen des
Mondes.
7 Die Beschwörungen hat Semjasa gelehrt,
dem du die Vollmacht gegeben hast, die Herrschaft über keine Genossen zu üben.
3 "Ihr seid im Himmel gewesen, und obwohl euch alles Geheimnisse noch nicht geoffenbart waren, wußtet ihr ein nichtswürdiges Geheimnis und habt dies in eurer Herzenshärtigkeit den Weibern erzählt;
Mehr dazu siehe dazu im Kapitel: Die Wächter im Henochbuch
Wenn man einmal davon absieht, dass ein gewisser Asasel den Menschen das Kriegshandwerk lehrte, waren die anderen Sachen eher banal zu nennen. Sie haben den Menschen genau das gezeigt was Entwicklungshelfer, die in unterentwickelten Regionen geschickt werden, den Menschen auch gezeigt hätten.
Doch JHWH wollte nicht, dass der Mensch Wissen erlangte! Unter diesem Gesichtspunkt waren Kräuterkunde und Wetterkunde teuflisch. Das sind so die Schattenseiten unserer Wirklichkeit, die man uns aber geflissentlich zu verheimlichen sucht. Wir werden erzogen, Gott sei allweise, gerecht, gütig und barmherzig. In meinen Augen ist das ein Gottesbild welches mit Nichten der Wirklichkeit entspricht.
An dem Beispiel der Wächterthematik kann man gut die Einstellung des Bibelgottes erkennen und begreift auch sehr schnell, weswegen ihm ein Kontakt der Menschen mit anderen Göttern ein Gräuel waren. Immer hätte die Gefahr bestanden, dass man den Menschen Dinge (Geheimnisse) verraten hätte, die es galt unbedingt Geheim zu halten.
Genau hierzu passt auch das Thema mit den falschen Propheten. Was sind falsche Propheten? – Darauf würden Christen wohl zuerst antworten, es sind solche Propheten, die Dinge verkünden, die dann später nicht eintreffen würden. Gewiss ist es richtig, wenn jemand eine Vorhersage macht, und diese dann nicht eintrifft, dass er dann Falsches vorhersagt hat.
Doch Vorhersagen sind letztendlich so komplex, dass auch die wahren Propheten vieles völlig falsch vorhergesagt hatten. Damit ist ein Kriterium, welches die Bibel selbst nennt, woran man einen wahren und einen falschen Propheten erkennt, nichtig. Ich verweise auf:
Ich möchte anmerken, dass auch falsche Propheten schon sehr oft "Wahrheiten" genau vorhergesagt haben. Sind es also deswegen wahren Propheten gewesen? Jaein – im Grunde genommen ja, doch im eigentlichen Sinne nein, denn aus der Sichtweise Gottes sind alle Propheten, ob sie nun Wahrheit reden oder Lüge, wenn sie nicht von IHM selbst beauftragt wurden, falsche Propheten!
Im Umkehrschluss sind alle Propheten die von Gott ausgesandt sind, ganz gleich ob sie nun Wahrheit verkünden oder nicht, wahre Propheten; Propheten Gottes halt. Für mich ist das ein Politikum und es hat eben sehr viel auch mit Zensur zu tun. Die Menschen sollen eben nur von einer Seite ihr Wissen erhalten, dann ist gewährleistet, dass die Menschen auch wirklich nur das erfahren was im Sinne Gottes ist.
Ein Vergleich mit der DDR böte sich an, ein totales Regime, in dem Menschenrechte unterdrückt wurden. Den Menschen wurden in vielerlei Hinsicht ihre Freiheiten beschnitten. Insbesondere war es die Reise und die Informationsfreiheit. Strengstens untersagt, Westsender zu hören, zu hören also, wie es in der freien Welt aussieht. Ich will an dieser Stelle bestimmt nicht den Kapitalismus schönreden, es war für die Eingeschlossenen eine andere Gesellschaftsform. Diese jedoch wurde verteufelt, sie wurde schlecht geredet und im Gegenzug die eigene Gesellschaftsform glorifiziert. – Ist das nicht fast genauso mit den strengen Regulaarien des Bibelgottes?
Unter Wahrsagern versteht man jene, die einem die Zukunft vorhersagen können. Heutzutage wird man darunter vorzugsweise wohl mediale Personen meinen, also solche Menschen mit einer besonderen Begabung, die sich unter gewissen Vorraussetzungen für die geistige Welt öffnen können. Sie treten gewissermaßen interaktiv mit der Jenseitswelt in Kontakt. Sie können Fragen stellen, die beantwortet werden, sie können Fragen anderer beantwortet bekommen, sie können aber genauso einfach nur Botschaften erhalten. Mediale Botschaften sind in Mode gekommen, zigtausend davon sind ins Internet gestellt und können von jedermann eingesehen werden.
Was soll ich in Kürze hierzu schreiben? Dieses Thema ist komplex und würde viele Seiten beanspruchen, gewisslich ist es ein heißes Eisen!
Sind es wahre Propheten, oder sind es falsche? Reden sie Wahrheit oder nur dummes Zeug?
Sind die Adressaten jene, als die sie sich ausgeben? – Aus meiner Sicht schmücken sich die meisten mit irgendwelchen bedeutenden Namen, also nur Etikettenschwindel. Leider sind ein großer Teil dieser so empfangenen medialen Botschaften nur Bla Bla, sie sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben wurden.
Doch es wäre jetzt fatal, jede Hilfe aus dem Jenseits abzulehnen, nur weil man den Adressaten nicht sieht, nur weil es die Jenseitswelt ist, die mit einem in Kotakt tritt. Eigentlich hat "Gott" sich damit die Tür selbst zugeschlagen, denn er hat den Menschen verboten sich an die Jenseitswelt zu richten. Dieses schließt natürlich auch mit ein, dass "gläubige" Christen Worte Gottes, die ihnen aus der Jenseitswelt erreichen würden, verteufeln müssen.
Männer oder Frauen, in denen ein
Toten- oder ein Wahrsagegeist ist, sollen mit dem Tod bestraft werden. Man soll
sie steinigen, ihr Blut soll auf sie kommen.
Ihr sollt euch nicht zu den
Totengeistern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch
an ihnen unrein zu machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
23 Denn Widerspenstigkeit ist eine
Sünde <wie> Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und
Götzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich auch
verworfen, daß du nicht mehr König sein sollst.
Und auch die Totenbeschwörer und
die Wahrsager und die Teraphim und die Götzen und alle Scheusale, die im Land
Juda und in Jerusalem zu sehen waren, schaffte Josia ab, um die Worte des
Gesetzes auszuführen, die in dem Buch geschrieben standen, das der Priester
Hilkija im Haus des HERRN gefunden hatte.
Das mit der Wahrsagerei war offenbar alles andere, als nur eine Nebensächlichkeit, denn sie sollte mit dem Tode bestraft werden, solches war dem Gott der Juden ein Greul. – Doch hinter allem scheint mir die Befürchtung zu stehen, dass so ein Wahrsagegeist, oder was auch immer, einem Menschen einmal die Wahrheit sagen würde und dann könnte herauskommen, dass sich vieles eben nicht so verhält, wie man es dem Volk gelehrt hatte.
Denn man soll sich doch einmal ernstlich fragen, was sonst wäre so verwerflich daran, einem Wahrsagegeist zuzuhören. Wenn er etwas falsches (vor)sagt – na und, das sagen uns andere auch, und deswegen ist es uns noch lange nicht verboten mit Lügnern zu sprechen. Dann hätte der Hinweis gereicht: Hütet euch vor Wahrsagegeistern, die haben Lust daran, euch mit falschen Vorhersagen zu verwirren. Doch offenbar bestand mittels Wahrsagegeistern Kontakt zur Gegenseite aufzunehmen, was dem eifernden Gott JHWH / Nanna zürnte.
Wahrsagekunst haben die Menschen einstmals von den gefallenen Engeln, den Wächtern gelernt. Ich will auf die diversen Praktiken nicht näher eingehen, Fakt scheit jedoch zu sein, dass man mittels gewisser
Hexen ist ein Begriff der meist für Frauen angewendet wird, die eine gewisse Kenntnis von magischen Praktiken haben oder aber auch über eine gewisse Hellsichtigkeit verfügen. Es sind weise Frauen, die ein Wissen (oder eine Gabe) haben, welche normalen Menschen verwehrt ist. Eigentlich sind sie etwas ganz kostbares, wenn man nur ihre Fähigkeiten wirklich zu schätzen wüsste.
Doch beeinflusst durch die Lehren des Judengottes JHWH, wurden diese Gaben, obwohl kostbar, verteufelt. Er wollte offenbar nicht, dass diese weisen Frauen den Menschen eine Hilfe sein könnten. Der Weg Gottes sah vor, den Menschen gänzlich von der Geistigkeit (was das Wissen um eine geistigen Welt einschloss) abzuschneiden. – Nur so konnte er sich sicher sein, die Masse Mensch, ohne großen Widerstand, in seinem Sinne zu lenken. Na ja, Kriege durften sie sehr wohl führen, was erkennen lässt, dass er nicht wirklich an dem Wohl der Menschen interessiert war.
Eine Hexe sollst du nicht am Leben
lassen.
Hexen oder wie in anderen Übersetzungen steht, "Zauberinnen", sollen getötet werden. Das war ein Gottesgesetz, und solchen Gesetzen sind die Verantwortlichen oftmals unerbittlich nachgegangen, mit der Folge, dass jede Hexe der man habhaft werden konnte, das Todesurteil drohte.
Jetzt hatte der König Saul plötzlich ein Problem, denn Gott antwortete ihm nicht mehr, da blieb ihm nur noch die Suche nach einem Wahrsagergeist, doch diese hatte er in seinem Lande alle gründlich ausgerottet.
6 Und Saul befragte Jehova; aber
Jehova antwortete ihm nicht, weder durch Träume, noch durch die Urim, noch
durch die Propheten.
7 Da sprach Saul zu seinen
Knechten: Suchet mir ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist hat, damit ich zu
ihr gehe und sie befrage. Und seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor
ist ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist hat.
8 Und Saul verstellte sich und zog
andere Kleider an, und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu
dem Weibe bei der Nacht; und er sprach: Wahrsage mir doch durch den
Totenbeschwörergeist und bringe mir herauf, wen ich dir sagen werde.
9 Aber das Weib sprach zu ihm:
Siehe, du weißt ja, was Saul getan hat, daß er die Totenbeschwörer und die
Wahrsager aus dem Lande ausgerottet hat; und warum legst du meiner Seele eine
Schlinge, um mich zu töten?
Zauberei wird an vielen Stellen im Zusammenhang mit anderen
magischen Praktiken erwähnt. Sicherlich ist es nicht OK, wenn man jemand
anderes verzaubert, ihm meinetwegen mit einem Bann belegt oder so. Doch unter
Zauberei verstehe ich auch so etwas, wie Magie, wo man also mittels des Geistes
das eine und andere in dieser materiellen Welt zu bewirken vermag. Was wohl
heißen mag, dass längst nicht alle Zaubereien zu verurteilende Praktiken sind.
Aber JHWH lag sehr daran, dass der Mensch nicht durch Zauberei oder anderen
magischen Praktiken erfährt, dass das Leben noch viel mehr zu bieten hat, als
nur diese physische Welt.
6 Und er ließ seine Söhne durchs
Feuer gehen im Tale des Sohnes Hinnoms, und er trieb Zauberei und Wahrsagerei
und Beschwörung, und bestellte Totenbeschwörer und Wahrsager: er tat viel Böses
in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
Sie ließen ihre Söhne und ihre
Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften
sich, zu tun, was böse war in den Augen des HERRN, um ihn zum Zorn zu reizen.
Gott selbst, ein Zauberer! Auch dafür ließen sich Beispiele anführen. Den meisten dürften die Machtspiele bekannt sein, die Moses durchführte, als er mit dem Pharao in Verhandlung trat. Der hier inszenierte Rahmen war jener, wer kann mittels magischen Könnens die bessere Schlange hervorzaubern
10 Und Mose und Aaron gingen zu dem
Pharao hinein und taten also, wie Jehova geboten hatte; und Aaron warf seinen
Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Knechten, und er wurde zur Schlange.
Die ägyptischen Magier verstanden es im übrigen auch Schlangen hervorzuzaubern. Doch die Schlange von JHWH war größer und so konnte sie die Schlange der Ägypter verschlingen. Was jenen, die bei diesem Geschehen anwesend waren, als ein Hinweis für die größere Stärke des JHWH ausgelegt wurde. Nur komisch wie gesagt, dass die Magie des JHWH anscheinend OK war, und die der anderen automatisch Teufelswerk ist.
Sterndeuterei, eine recht alte Wissenschaft, die ihren Ursprung schon im babylonischen Reich gehabt haben dürfte, ein Wissen übrigens, was den Menschen offenbar von den Wächtern (so etwas wie den gefallenen Engeln) gegeben wurde. Selbstredend, das solches vom Gott JHWH verurteilt wurde.
2 …Semjasa lehrte die Beschwörungen
und das Schneiden der Wurzeln, Armaros die Lösung der Beschwörungen. Baraael
das Sternschauen, Kokabeel die Astrologie, Ezeqeel die Wolkenkunde, Arakiel die
Zeichen der Erde, Samsaveel die Zeichen der Sonne, Seriel die Zeichen des
Mondes.
Mit Hilfe der Astrologie lässt sich in gewissen Grenzen tatsächlich das eine und andere vorhersagen. Wäre es anders, gäbe es überhaupt keinen Grund, so etwas wie Astrologie, also das Schicksal in den Sternen zu lesen, verbieten zu müssen. Aber was ist daran so verkehrt, mal einen kleinen Blick in eine mögliche Zukunft zu werfen? – Immerhin hat Gott durch seine Propheten zu vielen Zeiten sehr umfassend über das berichtet, was sich einmal in der Zukunft ereignen soll. Der eine darf das, weil er sich Gott nennt, ein anderer darf das nicht, weil er nur ein Mensch ist, der gefälligst in völliger Finsternis (gottgefällig) zu wandeln hat.
Ich halte es nicht für gut, sich von den Sternen abhängig zu machen, doch auf Abhängigkeiten trifft man allerorts, und viele werden von Gott toleriert. Doch Sterndeuterei ist auch so etwas, wie eine Lebensberatung, also vergleichbar mit dem was einem ein Psychologe an Hilfen und Ratschlägen für ein Problem erteilen mag. Ein typischer Beratungsgegenstand eines Astrologen ist z.B. ob der (die) Partner(in) für einen geeignet ist oder nicht. Einem guten Rat zu folgen könnte helfen, viel Leid zu verhindern.
Mit den Träumen ist das so ein zweischneidiges Schwert, denn jeder Mensch sollte im Leben mehr oder weniger regelmäßig träumen. Daher wäre es schon ein wenig überzogen zu sagen, Träume sind alle des Teufels.
Immerhin ist in der Bibel mehrfach belegt, dass Gott sich Träumen bedient, um Menschen zu erreichen, bzw. ihnen Informationen zukommen zu lassen.
6 Und er sprach: Höret denn meine
Worte! Wenn ein Prophet unter euch ist, dem will ich, Jehova, in einem Gesicht
mich kundtun, in einem
Traume will ich mit ihm reden.
7 Nicht also mein Knecht Mose. Er
ist treu in meinem ganzen Hause;
8 mit ihm rede ich von Mund zu
Mund, und deutlich und nicht in Rätseln, und das Bild Jehovas schaut er.
An schier zahllosen Beispielen könnte man nun beweisen, dass sich Gott tatsächlich der Träume bedient, um Menschen etwas zu vermitteln. Also ist das Träumen sogar in Gottes Augen ein ganz legaler (von ihm genehmigter) Weg, um mit der Jenseitswelt zu interagieren. Doch nicht jeder Traum kommt von Gott, wen wundert's auch, also muss dahingehend belehrt werden, den Träumen wiederum keine Beachtung zu schenken.
Ja was denn nun, darf ich meinen Träumen Beachtung schenken (Gott könnte ja mit mir interagieren) oder lieber doch nicht, denn die Wahrscheinlichkeit ist einfach zu groß, dass sich ein böser Geist meiner Träume bemächtigt hat.
1. Wenn unter euch ein Prophet oder
Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt,
2. und das Zeichen oder Wunder
eintrifft, davon er dir gesagt hat, indem er sprach: «Lasset uns andern Göttern
nachwandeln, die ihr nicht kennt, und laßt uns ihnen dienen!»
3. so sollst du den Worten eines
solchen Propheten oder Träumers nicht gehorchen; denn der HERR, euer Gott,
versucht euch, damit er erfahre, ob ihr den HERRN, euren Gott, liebet von
ganzem Herzen und von ganzer Seele.
32. siehe, ich will an die Propheten,
spricht der HERR, welche erlogene Träume erzählen und durch ihre Lügen und
Prahlereien mein Volk irreführen, - da ich sie doch nicht gesandt und ihnen
nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk gar nichts nützen können, spricht
der HERR.
Und ihr, höret nicht auf eure
Propheten und auf eure Wahrsager und auf eure Träume und auf eure Zauberer und
auf eure Beschwörer, die zu euch sprechen und sagen: Ihr werdet dem König von
Babel nicht dienen.
2. Denn die Hausgötter haben leere
Versprechungen gemacht, und die Wahrsager haben trügerische Gesichte gesehen,
und sie erzählen erlogene Träume und trösten vergeblich. Darum sind sie
fortgelaufen wie Schafe, sie sind im Elend, weil kein Hirt da ist.
Träume zu deuten ist eine Kunst die man bestenfalls Schritt für Schritt erlernen kann. Das Thema ist so komplex, dass ich dieses nicht mit wenigen Zeilen abhandeln könnte. Doch mein Rat wäre, sich ernsthaft mit seinen Träumen zu beschäftigen, denn sie mögen wichtige Lebenshilfen für einen beinhalten.
6 Wenn sich jemand zu den
Geisterbeschwörern und Zeichendeutern wendet, daß er mit ihnen Abgötterei
treibt, so will ich mein Antlitz gegen ihn kehren und will ihn aus seinem Volk
ausrotten.
14 Denn diese Völker, deren Besitz
du übernimmst, hören auf Wolkendeuter und Orakelleser. Für dich aber hat der
Herr, dein Gott, es anders bestimmt.
Das mit den Omen ist schon so eine Sache. Eigentlich würde man geneigt sein zu raten, davon lieber die Finger zu lassen, denn man begibt sich da auf brüchiges Eis. Wen wundert es also, dass der Bibelgott solche Praktiken ebenfalls verurteilt. – Soweit so gut, desto verwundernswerter ist es, dass sich "Gott" selbst gewisser Omen bedient um seinen Dienern damit eine Entscheidungshilfe zu bieten!!!
Nachfolgend dazu ein Beispiel aus dem Gesetz des Moses.
Und wenn er sie das Wasser hat trinken lassen, dann wird es geschehen, wenn sie sich unrein gemacht und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, daß das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie kommen wird, und ihr Bauch wird anschwellen und ihre Hüfte schwinden; und die Frau wird zum Fluch werden inmitten ihres Volkes.
Mehr dazu siehe auch unter: Untreue Ehefrau
Ein sehr makabres Omen allemal und bestimmt nicht eines weisen gütigen Gottes würdig. Jenen Bibellesern, die so viel auf den Bibelgott geben, sei gesagt, sie sollten bereit sein, sich auch einmal die vielen unbequemen Bibelstellen zu verinnerlichen.
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Das Thema Zensur zeigt wohl wie kaum eine anderes Thema die Verlogenheit der Bibel bzw. des Bibelgottes.
Einerseits wird der Jenseitskontakt grundsätzlich verboten, und dann wiederum sind das genau die Kommunikationswege, der sich der Bibelgott bedient.
Jenseitskontakte und Geistkontakte sind ein heißes Eisen. Das waren sie schon in den frühesten Tagen des Menschen, denn der Mensch sollte dumm sein, so war es geplant. Doch leider hatte die böse Schlange dem Mensch etwas zu viel Wissen gegeben. Und nun mussten die Götter, die über die Erde und den Menschen gesetzt waren, sich mit Menschen abärgern, die einfach zu viel wussten und zu intelligent waren. Wohlgemerkt, dumme Menschen kann man leicht lenken – je intelligenter und wissender ein Mensch jedoch ist, desto schwieriger wird es.
Wer das Neue Testament sorgfältig betrachtet wird feststellen, dass in diesem die Verbote (Jenseitskontakte betreffend) deutlich moderater ausfallen.
Wir werden bestenfalls aufgefordert, die Geister (Propheten) zu prüfen, was heißt nicht blindlings jeder gegebenen Inspiration zu folgen, sondern sehr wohl kritisch zu bleiben. Und mit dem Pfingstereignis wurden sogar Gaben des Geistes auf die Jüngerschaft ausgegossen. Ob das dem Judengott wirklich gefallen haben wird?
Autor: B. Freytag
www.fallwelt.de/nanna/zensur.htm