Kontakt mit Khanell

Heft 2

 

Januar 2016

 

Neue Freunde. 1

Die Feier 1

Die Ganeh Briasis auf Ethrog. 5

Antworten/Informationen von Khanell 6

Der Alltag. 7

Orte und Städte. 7

Energie und Versorgung. 8

Klimatisierung: 8

Energien: 8

Versorgung: 9

Transport-Plattformen. 9

Nahrung: 9

Ausbildung. 10

Kindergruppe: 10

Zweite Stufe: 10

Dritte Stufe: 10

Rechtssystem.. 10

Medizin. 11

Kopfseele: 11

Lebensseele: 11

Erinnerungsseele: 11

Kraftseele: 11

Energien. 12

Die Beth Qun. 13

Raumschiffbau. 14

Raumschiffhülle. 15

Anmerkungen. 15

 

 

Dieser zweite Band handelt von der Lebensweise der Ganeh Briasis vom Ethrog, von dem Volk und den Strukturen, und von der Wissenschaft und Technik.!!!!  

 

Neue Freunde

 

Die Feier

Ich öffnete meine Augen und befand mich in einem Bereich, von dem ich vermutete, dass es Khanells sein müsste,

jedenfalls sah er so aus.

Ich hörte ein hastiges "Hallo, mach schnell, wir haben keine Zeit."

Ich war noch nicht richtig wach und musste erst einmal zu mir kommen.

Dann schaute ich mich um und sah in Khanells lächelndes Gesicht!!!

 

Ich:

Hallo, das ist ja eine Überraschung. Weshalb bist Du so in Eile, gibt es etwas Besonderes?

 

Khanell:

Komm, zieh das an, wir haben keine Zeit mehr!

 

Sie legte mir so etwas wie einen hellgrauen Overall und ein Paar Schuhe auf den Tisch und bedeutete mir nochmal, mich zu beeilen. Deshalb zog ich mich schnell an. Währenddessen fragte ich Khanell: Warum soll ich das anziehen?

 

Khanell:

Wo kommst du jetzt her und was hast du gemacht?

 

Ich:                                                                                                                                          

Nun, ich habe im Bett gelegen und geschlafen.

 

Khanell:

"Na, und welche Kleidung hast Du an?? Ich bin ja froh, dass du kein Nacktschläfer bist!!" Sie lachte.

 

Ich überlegte kurz und merkte, Khanell hatte recht; wie sollte es auch anders sein?

Der Overall war sehr leicht und trug sich sehr angenehm; er fühlte sich wie Seide auf der Haut an, war aber viel robuster.

Khanell nahm mich an die Hand und zog mich hinter sich her.

Sie zog mich durch Gänge und Ecken bis in eine Art Aufzug hinein. Sie drückte einen Knopf und wir schnellten abwärts. Mir wurde flau, mein Magen hob sich und beim "Landen" knickten meine Knie ein.

Für Khanell war die Fahrstuhl-Geschwindigkeit offensichtlich unproblematisch. Die Tür öffnete sich und wir standen vor einem langen Gang, an dessen Ende sich eine Tür befand, oder besser gesagt, ein Tor. Khanell griff fest nach meiner Hand und zog mich eilig in Richtung Tor.

Als wir ankamen und davor standen drückte sie meine Hand und atmetet tief durch. Ich sollte nur beobachten. Sie sagte mir noch: "Du musst jetzt stark sein und ruhig. Sei du selber und offen und beobachte, was geschieht.

Das grosse Tor öffnete sich und vor mir sah ich einen sehr grossen Raum. Vor uns lag ein langer Gang. Rechts und links befanden sich eine Art Bankreihen. Auf jeder Seite ca. 20, in denen jeweils 10-15 Leute Platz hatten. Der Raum war gefüllt mit "Menschen" von Khanells Rasse. Viele sahen vom Typ her wie Khanell aus, einige hatten auch eine etwas hellere Haut und Haare. Aber alles erschien mir (auf irdische Menschen bezogen) wie eine Mischung aus Europäern und Asiaten mit einem indianischen Einfluss.

Khanell und ich standen im Bogen dieses Tores und irgendwie schien mir, dass mich alle ansahen. Khanell ging mit mir auf eine der vorderen Bankreihen auf der rechten Seite zu. 250 – 300 Zuschauer schauten so auf mich und der Gang wurde unter diesem "Beobachtungsgefühl" mit jedem Schritt länger und die Sekunden dehnten sich zu Stunden.

Aber das war nur meine subjektive Wahrnehmung, weil mich in Wirklichkeit alle sehr freundlich und wohlwollend ansahen. Niemand sah mich missgünstig oder zweifelnd an. Ich fühlte mich wie jemand, der lange Zeit weg war und nach Hause in die Familie und zu Freunden zurückkommt. Alle lächelten mich an, als ob sie auf mich gewartet hätten. Mir schienen alle vertraut und ich fühlte mich leicht und gesund, es war eine Art neues Leben.

Khanell strebte auf der rechten Seite die dritte Reihe an, dort befanden sich direkt am Gang (wie für uns reserviert) zwei freie Plätze. In der ersten Reihe auf beiden Seiten sassen Kinder, zwischen 10 und 13 Jahre alt und in der zweiten Reihe 14 bis 17 Jahre alte Jugendliche. Alle waren weiss gekleidet und ein Kopfschmuck bedeckte ihre Stirn.

Niemand redete oder störte diesen Moment. Alle sassen auf ihren Sitzen in Erwartung dessen, was da kommen sollte. Ich befand mich niemals vorher in einer vergleichbaren Situation. Sorgen und Bedenken lösten sich auf, ich fühlte mich total zufrieden.

Es herrschte eine sehr angenehme Temperatur und leise beruhigende Musik war zu hören. Die Beleuchtung war etwas gedämpft, trotzdem konnte man noch gut sehen. Vorne befand sich eine Art Bühne, in rötlicher und blauer Farbe gehalten.

Die Musik erklang nun etwas lauter. Die Bühne (etwa 1,5 m hoch) wurde von total rotem und blauem hellen Licht beleuchtet. An der rechten Seite öffnete sich ein Vorhang. Alles verfiel in totale Stille. Kein Atmen, kein Luftzug war zu hören, kein Geräusch störte.

Als erstes traten drei Personen heraus, die senkrecht vor sich einen "Stab"  hielten. Diese Stäbe sahen aus wie gut gestaltete und geformte 1 m lange und mit Rundungen verzierte Fackelhalter. Jeder Stab trug am oberen Ende eine Kugel, eine blaue, eine grüne und eine weisse.

Nun betraten zwei weitere Personen den Raum. Jede hielt etwas wie ein Buch in den Händen. Diese Bücher waren goldfarben und funkelten.

Anschliessend traten drei ältere, stattliche Männer hervor, zuerst einer und zwei, die folgten. Sie trugen ebenfalls weisse Gewänder, bestickt mit viel Silber und Gold.

Ihnen folgten 15 Frauen und Männer, die ihre Hände vor sich hielten und einen Summton von sich gaben.

Sie stellten sich auf dieser Bühne auf. Die Kugelträger ganz nach links, die Alten in der Mitte mit den Bücherträgern rechts und links daneben und die grosse Gruppe auf der rechten Seite.

Der erste der Älteren trat hervor und begann zu sprechen. Er sprach in einer Sprache, die ich nicht kannte und auch nicht zuordnen konnte, trotzdem kam sie mir bekannt vor. Obwohl ich die Worte nicht verstand, begriff ich den Inhalt. Die Ansprache dauerte ca. 20 Minuten. Danach fing die Gruppe auf der rechten Seite an zu singen und alle in der Halle sangen die nächsten drei Minuten mit.

Danach verstummten alle und der "Alte" sprach wieder. Die Kinder in der ersten Reihe standen auf. Das erste Kind der ersten Reihe rechts begab sich auf die Bühne. Es folgten alle aus dieser Reihe und danach die aus der linken Reihe, mit der zweiten Reihe verhielt es sich ebenso.

Der Alte hielt jedem der Kinder seine Hand auf die Stirn und sagte etwas dazu. Dann zeigte er jedem Kind eine Kette und legte sie dann um seinen Hals.

Alle Kleinen gingen von der Bühne und verließen in Zweier-Reihen den Raum.

 

Kette

 

Für mich war das Ganze ein besonderes Erlebnis, das mich sehr beeindruckte. Als die Kinder den Gang in Richtung Tor entlang gingen, standen alle im Raum auf und richteten sich ebenfalls in Richtung Gang aus.

Die ersten zwei Doppelreihen der Kinder gingen gerade an mir vorbei als etwas in Höhe meines Oberschenkels an meiner Hose zupfte. Ich dachte erst, dass es Khanell sein müsste, die mir etwas sagen wollte und drehte mich zu ihr um. Aber Khanell sah mich fragend an: "Was ist?" Daraufhin schauten wir beide nach unten und da war Sie!!! Ein kleines Mädchen, vier oder fünf Jahre alt, schaute mich an, mit einem Gesichtsausdruck, der in etwa besagte: "Hallo, hier bin ich." Die Kleine hatte schwarze, glänzende Haaren, die  zu einem Zopf geflochten waren, tiefbraune Augen und ein Lächeln auf dem Gesicht und hielt sich mit ihrer linken Hand an meinem Hosenbein fest. Sie war wirklich ein ganz entzückendes, hübsches Kind. Khanell schaute sie an und machte: "Psst."

Alles blieb ruhig und still, aber an dem Griff dieser Kleinen an meinem Hosenbein merkte ich, dass sie aufgeregt war und mehr wollte als nur neben mir zu stehen.

Nachdem alle anderen die Halle verlassen hatten, gingen auch wir, Khanell an meiner linken Seite und die Kleine immer noch mit festem Griff an meinem Hosenbein. Vor dem Tor standen viele Personen in kleinen und grösseren Gruppen, wie Familien, die ihren Kindern gratulieren. Khanell ging mit nach links in einen Gang zu einem Aufzug. Die Kleine "klebte" weiterhin an meinem Bein.

 

           

Auf halbem Weg beugte sich Khanell nach vorne und sagte etwas zu ihr. Sie liess sofort mein Hosenbein los und blieb stehen. Nach ca. sieben bis zehn Metern schaute ich mich um und sah das Mädchen traurig da stehen. Ich fragte Khanell: "Was ist mit ihr?" Khanell sagte mir, dass sie ihr gesagt hatte, dass sie jetzt loslassen und uns alleine lassen soll. Ich fragte Khanell warum? Sie stört doch nicht. Khanell blieb stehen und fragte mich: "Bist du sicher, dass sie bei uns bleiben soll, weil ich befürchte, dass sie dich doch stören wird?" Ich hatte aber keine Bedenken, weil sie bis jetzt ganz ruhig war.

Khanell schaute sich um und redete noch einmal kurz mit ihr. Sie hob ihren Kopf, strahlte wieder und kam auf uns zu gerannt. Also nicht wirklich gerannt, es war mehr ein Hüpfen, rechtes Bein und rechtes Bein und linkes Bein und linkes Bein und so weiter. Als die Kleine bei mir war, griff sie mit ihrer linken Hand ganz fest meine rechte und umklammerte meinen Ring- und den kleinen Finger.

So gingen wir alle drei den Gang entlang, fuhren mit dem Aufzug nach oben und gingen wieder einen Gang entlang bis zu einem Raum, der mir schon bekannt war. Es war die Halle mit den vielen Sitzgruppen. Wir setzten uns an eine Sitzgruppe, ich auf die linke Seite und Khanell auf die rechte. Die Kleine setzte sich auf die Bank, die leicht rund geformt war, an die Kopfseite des Tisches. Sie musterte uns beide sehr genau an und sah aus als ob sie etwas von uns erwartete.

Ich fragte Khanell, wer das Mädchen eigentlich sei?

 

Khanell:

Das ist Dalyah, das bedeutet in etwa "Blume". Dalyah ist eine der Jüngsten hier bei uns. Sie will alles wissen und ist stets sehr interessiert an allem Neuen. Wenn du etwas Neues wissen willst, dann frage Dalyah!! Sie lachte. Dalyah kennt immer unsere neuesten Nachrichten. Sie rennt überall herum und sammelt Informationen. Sie ist sozusagen unser "Informations-System."

 

Ich:

Frage: Welche Feier habe ich gerade miterlebt?

 

Khanell:

Das war eine Feier der "aufsteigenden" Kinder, eine "Erhebung" in die nächste Ebene. Wir alle müssen sie durchlaufen, reifen und erhalten am Ende die Segnung. Wir befinden uns auf verschiedenen Ebenen. Die Kleinen sollen kindgerecht leben; danach kommt die erste Ebene, in der sie von der Heimat u. a. lernen. Dann kommen die zweite, dritte, vierte und so weiter. Dalyah hat noch Zeit, weil wir glauben, dass unsere Kinder erst das Leben lernen und sich selbst finden müssen. Darum lassen wir unsere Kinder auch Kinder sein. Wenn die Kinder ungefähr 10 Jahre alt sind, beginnt die Schulung und der Aufstieg von Gruppe zu Gruppe. Was du gerade erlebt hast, war die Ehrung für einige Kinder, die von der ersten in die zweite Stufe und andere, die von der zweiten in die dritte Stufe aufgestiegen sind.

 

Ich:

Dalyah ist also in keiner Gruppe und kann noch unbeschwert leben?

 

Khanell:

Sei sicher, dass wir alle auf unsere Kleinen achten und auf sie aufpassen. Wir sind eine Familie und wir empfinden die Kinder als Kinder von uns allen. Ich bin nicht verwandt mit den Eltern von Dalyah; trotzdem ist sie wie eine Schwester für mich, und sie wird beschützt. Glaube mir, Dalyah braucht besonders viel Schutz, weil sie immer irgendwo auf Suche ist.

 

Dalyah lauschte unserem Gespräch und lächelte nur, weil sie kein Wort davon verstand. Sie war offensichtlich einfach glücklich, dass sie bei uns sein durfte.

 

Khanell:

Es war eine lange Zeit; du musst etwas trinken, sonst bekommst du Probleme.

 

Dann sagte Khanell etwas zu der Kleinen und diese reagierte sofort. Sie sah aus als ob sie sich freute. Sie hüpfte und ging dann links auf eine Art Theke zu. Sie versteckte sich für einige Zeit dahinter und klirrte mit Geschirr herum. Dann kam sie zu unserem Tisch zurück und hielt ein Tablett mit drei Gläsern und einer Karaffe  in ihrer Hand.

Dalyah stellte das Tablett auf dem Tisch ab und gab uns eines der Gläser. Anschliessend ging sie zurück auf ihren Platz, beugte sich nach vorn über den Tisch und goss uns aus der Karaffe Wasser ins Glas.

Dann nahm sie eine kleine flache Schachtel vom Tablett, öffnete sie und stellte sie auch auf den Tisch. Die Schachtel hatte mehrere Fächer und in jedem Fach befanden sich, farblich sortiert, kleine runde Pillen, ca. 3 mm gross.

Mit ihrem Zeigefinger zeigte sie auf die weisse Sorte und fing an zu erzählen. Ihre Augen fragten mich: Hast du verstanden? Diese Prozedur wiederholte sie mit den Pillen in den anderen Farben. Erwartungsvoll sah sie mich an und wollte sie wissen, für welche ich mich entschieden hätte.

 

Khanell schaute sich alles ruhig an und hatte Schwierigkeiten, sich das Lachen zu verkneifen.

Dann sagte Sie:

"Dalyah hat dir erzählt, dass die weissen Pillen dafür sorgen, dass das Wasser sprudelt und alle anderen Farben erzeugen einen bestimmten Geschmack. Sie mag die gelben und roten am liebsten und du musst sie unbedingt probieren."

 

Während der Erklärung beobachtete Dalyah uns und hörte zu. Unterm Tisch zappelten ihre Beinchen, die noch nicht bis zum Boden reichten, von vorn nach hinten und gleichzeitig von rechts nach links.

 

Khanell amüsierte sich und meinte:

"Mein Freund, du hast soeben eine Erfahrung gemacht. Wenn du etwas streichelst, wirst du es nicht mehr los und die Frage, wie man aus Wasser Wein macht, ist soeben auch beantwortet worden.

 

Ich gab eine der weissen Pillen in das Glas (das eigentlich kein Glas sondern eher Kunststoff war) und es sprudelte. Dann nahm ich eine der gelben und das Getränk sah aus wie Orangenbrause. Ich kostete erst vorsichtig, um zu sehen wie es schmeckte und war begeistert. Es schmeckte wie 70% Orange, 10% Zitrone, 10% Grapefruit und 10% Mango, wirklich sehr lecker. Als Dalyah sah, dass es mir schmeckte, strahlte sie wieder übers ganze Gesicht und zeigte gleich auf die roten Pillen. Aber Khanell sagte ihr dann, dass ich sie beim nächsten Mal probieren werde.

 

Khanell:

"Möchtest du heute noch etwas wissen?"

 

Ich:

"Ich würde gerne noch mehr über dein Volk und Eure Art zu leben lernen."

 

Khanell:

"Du wirst noch vieles lernen. Aber für heute ist es genug, schau dir mal Dalyah an."

 

Dalyah lag auf ihrer Bank und schlief schon mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie schien glücklich zu sein.

 

Khanell:

"Heute war ein langer Tag für sie. Ich glaube, ich bringe sie jetzt zu ihren Eltern und wir wollen auch gehen."

 

Khanell

 

Die Ganeh Briasis auf Ethrog

September 2007

Ich öffnete meine Augen und sah in Khanells Gesicht. Ich freute mich und wartete gespannt auf die nächsten Geschehnisse.

 

Khanell:

"Na mein menschlicher Freund, hast du alles gut überstanden oder denkst du noch darüber nach, was bei deinem letzten Besuch alles geschehen ist?"

 

Ich:

"Nein, alles ist okay und ich habe schon verstanden.

Was macht die kleine Dalyah?"

 

Khanell:

"Dalyah? Der Kleinen geht es gut. Als wir letztes Mal gingen, war sie sehr müde. Ich musste sie bis zu ihrer Mutter tragen und wir legten sie gleich ins Bett.

Ihre Mutter erzählte mir, dass Dalyah am nächsten Tag sehr aufgeregt war und ihren Eltern alles ganz genau erzählte; wie sie dir gezeigt hat, wie und was man trinkt und was am besten schmeckt und dass du jetzt ihr Freund bist.

Sie reagierte eben so ähnlich wie die meisten Kinder.

 

Nun mein Freund, möchtest du etwas trinken und die roten Pillen versuchen?"

 

Ohne eine Antwort abzuwarten, stand Khanell auf, ging zu dem Tresen und kam mit einem Tablett wieder zurück.

 

"Nimm die roten, die machen Dalyah sehr glücklich."

 

Khanell lachte und war überhaupt ziemlich lustig. Ich glaube, alles Fremde, was noch zwischen uns war, war verschwunden. Ab diesem Moment war ich kein Fremder mehr, ich fand mich in einer Familie wieder.

Ich war nicht mehr verwundert, wenn ich meine Augen öffnete und Khanell sah. Ich machte mir keine Gedanken mehr, warum oder wieso, es war einfach Normalität und ein Teil meines Lebens geworden und nichts, was mich noch ängstigte.

 

Khanell:

"Mein Freund, worüber wollen wir heute sprechen?"

 

Ich:

"Ich würde gern mehr wissen über Eure Politik, Euer System, Eure Staatenordnung und die Wirtschaft, insbesondere was Euch von uns unterscheidet."

 

Khanell:

"Oh, das wird viel, aber ich werde versuchen, dir alles zu sagen.

Was uns von euch unterscheidet? Das sind viele Dinge. Moral und geistige Reife spielen wohl eine große Rolle. Unser Handeln steht im Gegensatz zu eurem, hervorgerufen durch unsere unterschiedliche Entwicklung. Wir sind eine Rasse und ihr ein "Mix" aus vielen. Die Ganeh Briasis sind eine sehr alte Rasse und war schon vor vielen anderen im Raum.

Bei euch ist das anders, Ihr seid noch sehr jung und da haben viele andere mitgespielt, die Euch formten und ihre eigenen Interessen in euch pflanzten. Ihr hattet nicht die Möglichkeit, von euch aus durch die Evolution "Die erhabene Rasse" zu bilden.

Wir haben uns aus unserer ersten Evolution entwickelt, ihr seid schon die vierte in eurer Entwicklung.

Aber dazu später mehr."

 

 

Antworten/Informationen von Khanell

die sie mir auf meine Fragen gab

 

"Ethrog besteht aus zwei Kontinenten und vielen Inseln. Unsere Landmassen sind kleiner als eure. Die Meere machen etwa 80% von allem aus. Es gibt viele Seen und Flüsse, also viel gutes Wasser. Wir haben Wälder, Gebirge, Grasland und Wüsten, alles wie bei euch. Unsere Bevölkerung beträgt ca. zwei Milliarden.

Nein, wir haben keine Länder oder Staaten so wie Ihr. Ethrog ist in 12 Bezirke aufgeteilt. Jeder dieser Bezirke hat seine Verwaltungsstadt und viele kleinere Städte, welche um sich herum viele kleinere Ortschaften hat. Wir haben eine Stadt, in der unsere Hauptverwaltung oder der Rat sitzen, der dann für ganz Ethrog verantwortlich ist.

 

Jeder Ort schickt gewählte Vertreter zu seiner Verwaltungsstadt. Jede dieser Städte schickt wiederum gewählte Vertreter in die Bezirksstadt und diese dann in die Hauptverwaltung von Ethrog. So ist jeder kleinste Landabschnitt auch in der Gesamtverantwortung von Ethrog vertreten.

Unsere Städte haben eine etwas andere Funktion als eure. Es leben nicht viele Menschen in den Städten.

Die Stadt meiner Ahnen trägt den Namen Judares. Judares ist für 228 Orte verantwortlich. In Judares werden Erdfrüchte, d. h. Obst und Gemüse angebaut und es werden Wolle und Holz erzeugt….. und natürlich spielt der Fischfang eine Rolle So erntet jede Stadt das, was Ethrog uns schenkt. Einige Städte haben Bodenschätze wie Erze, einige arbeiten mehr an Bildung und Forschung, es gibt natürlich auch Fabriken….. so dass alle Bereiche abgedeckt sind. Unsere Bezirksstadt hat 35 Städte unter ihrer Verwaltung. In den Städten befinden sich die Verwaltung, die Bildung, die Organisation, Gesundheit und Hauptversorgung. Die Menschen leben in kleineren Ortschaften in der Umgebung.

Nein, es gibt keinen Handel. Es ist mehr ein gegenseitiger Austausch unserer Produkte. Das geht von den kleinen Orten bis zu den Verwaltungsstädten und den Bezirksstädten. So bekommt planetenweit jeder, was er benötigt.

Nein, diesen Gott und auch Teufel, den ihr Geld nennt, haben wir nicht. Warum auch? Jeder hat das, was er braucht und mehr als er benötigt. Brauchst du Nahrung, gehst du in das Lager und bekommst das, was du möchtest. Das gilt auch für andere Dinge.

Jeder ist gleich und genauso viel wert wie ein anderer; egal ob er Obst erntet, ob er Erz abbaut oder in einer Fabrik arbeitet oder ob er ein Lehrer ist oder ein Ratsmitglied. Alle sind gleich viel wert und erhalten die gleiche Anerkennung.

Natürlich, es gibt doch immer jemanden, der sich nicht an Regeln hält. Nur existiert das bei uns nicht in solchen Ausmaßen wie bei euch. Wer soll bei einem anderen etwas stehlen, wenn doch alle das haben können, was sie wollen?

Sicher, es gibt viele Arten von Strafen. Du kannst zu etwas verpflichtet werden und auch mehr. Es kommt darauf an, wie schwer ein Vergehen war. Du kannst zum Siedler verpflichtet werden und auch zum Verteidiger bei den Truppen. Es gibt auch Zeitarreste bis hin zur Verbannung. Aber so etwas kommt sehr selten vor.

Es gibt wenige, die Fahrzeuge für sich selbst benötigen. Unser Transportwesen ist sehr gut ausgebaut. Ohne lange Wartezeiten und sehr schnell gelangst du überall hin, wo du möchtest. Wir benutzen eine Art Zugtransporte für uns und auch für die Verteilung der Güter. Für größere Entfernungen haben wir unsere Lufttransporter. Nein, nicht wie eure Schienen, es ist mehr auf Energiebasis, auf Magnetfeldern oder auch auf ausgerichteten Strahlen.

Sicher, wir haben verschiedene Formen von Energie, einige, die ihr kennt und welche, die ihr noch nicht kennt.

Ihr Menschen denkt nur an euren Vorteil und vergesst, dass die Energie zum Nutzen aller da ist. Ihr macht Energie, um Profit zu machen, aber wisst nichts oder wollt nichts wissen, von der Nutzung für alle. Eure Energie ist nichts, so wir ihr sie betreibt. Ihr Kleinen habt nichts gelernt und nicht erkannt, wie die Zukunft aussehen könnte. Ihr habt nur Euren Profit im Kopf.

Du fragst, wie ihr es anders machen sollt?

 

Das ist einfach, ihr seid nur ein kleines Etwas im Raum, aber ihr erkennt das nicht. Ihr denkt, Ihr seid die Größten und das Universum ist eure Zeit, aber eure Zeit ist ein Nichts.

Ihr wisst angeblich alles, und tut so, als steht ihr über allem. Was die Moral und euren Charakter betrifft, seid ihr nicht einmal so weit wie wir in unserer Vorantike. Trotzdem denkt ihr, das Universum ist euer.

Ihr habt nichts zu verlangen oder zu fordern; ihr habt zu hoffen, dass euch jemand befreit aus eurer Knechtschaft, aus eurem Leben in Unwissenheit.

 

Ihr? Das sehe ich nicht. Es gehört viel mehr dazu, was zusammenpassen muss.

Es dauert nicht ein oder zwei Jahre, auch nicht hundert oder tausend Jahre, es dauert mehr als zehntausende Jahre.

Ich habe aber Bedenken, ob eure Zeit dafür ausreicht und ihr euch nicht schon vorher gegenseitig ausrottet.

 

Ihr müsstet zuerst eure Natur erkennen und eure Instinkte lenken. Euer Vernichtungsinstinkt müsste sich in einen Erhaltungsinstinkt umkehren. Statt eure Kräfte für Kriege zu verschwenden, solltet Ihr Mitgefühl und Sorge für jeden einzelnen eurer Rasse haben.

 

Der erste Schritt sollte sein:

Alles Negative eurer Natur sollte sich ins Positive wandeln. Das bedeutet, ihr müsstet an euch selbst eine Art Evolution erfahren.

Ihr müsst eure Einstellungen ändern; Selbstherrlichkeit, Eigennutz, Neid und Rachsucht, Gier und die Hemmungslosigkeit beim Töten sind eure größten Feinde.

Ihr habt eine Technik erworben und erhalten, die euch weit nach vorne brachte, aber leider seid Ihr moralisch und geistig nicht gewachsen. Ihr wollt zu den Sternen fliegen, aber das Fundament im Kopf ist zu klein dafür.

 

Der zweite Schritt sollte sein:

Das, was ihr habt, besser zu nutzen und anderen eurer Rasse einen Gefallen zu tun.

Ihr seid auf Terrs noch nicht zu viele, jedenfalls nicht zu viele, um euch zu ernähren.

Ihr müsst nur vorsichtig sein damit, wie und was ihr verwendet. Ihr erntet und erntet und vernichtet vieles davon, weil ihr es nicht braucht. Aber woanders auf Terrs hungern Millionen, die dringend das von eurem Überfluss brauchen, was ihr vernichtet.

Ihr solltet bewusster mit den Erträgen umgehen und diese für alle nutzen.

Denkt ihr wirklich, dass die Natur ihre Früchte nach euren Maßen und Formen wachsen lässt?

 

Wie viele verhungern, nur weil eure Früchte nicht die künstlich festgelegte Norm-Größe haben und somit angeblich unbrauchbar sind?

Wie viele seid Ihr denn? Wenn Ihr euch alle zusammenstellt, immer 4 auf einen eurer m², welche Fläche würden dann die Menschen bedecken?

7.000.000.000 Menschen = 1.750.000.000 M² = 1.750.000 km²

7.000.000.000 Menschen geteilt durch 4 geteilt durch 1000 x 1000 = 1750km2

Die Wurzel aus 1750km2 = ca. 42 km. D.h., auf einer quadratischen Fläche von einer Kantenlänge mit 42 km hätte die gesamte Menschheit Platz.

Berlin hat etwa 900 km2 ....  

Das ist eine Fläche so groß wie ca. zwei Mal die Fläche von Berlin und es bleibt noch Platz übrig. Also solltet Ihr doch in der Lage sein, von dem "Rest" eures Planeten alle gleich und gerecht zu ernähren.

 

Der dritte Schritt sollte sein:

Überdenkt eure Transportsysteme und die dafür benötigte Energie.

Ihr müsstet euch ein Verbindungsnetz bauen, das zusammenarbeitet und von allen zu erreichen ist.

Nutzt dafür die Technik, die ihr zur Verfügung habt und nutzt sie nicht zum Bau eurer Bomben.

Was denkst du, reichen euch 15.000 Jahre, um das zu erreichen; werden wir dann schon eine andere Zivilisation vorfinden?

 

 

Der Alltag

Unser Leben ist sehr ausgeglichen. Wir machen uns keine unnützen Gedanken über unwichtige Dinge.

 

 

Orte und Städte

Unsere Orte bestehen aus mehreren kleineren Wohnsiedlungen. Sie haben meistens ein Zentrum und darum herum stehen kleinere Häuser.

 

In den Zentren befinden sich ein Gebäude für die Verwaltung, für die medizinische Versorgung, ein kleineres Lager, Gebäude zur Unterhaltung und für die Betreuung unserer Kleinsten und die Elementarschüler.

Eine Art Hauptstraße läuft durch das Zentrum, von Nord nach Süd ausgerichtet.

Je nach Größe der Orte kann noch eine Straße von West nach Ost verlaufen. Die Straßen sind aber nicht so wie Eure. Von ihnen gehen kleinere, andere Wege ab und enden dann jeder für sich auf einem Platz.

An diesen Wegen gibt es jeweils auf der rechten und linken Seite Bereiche, in denen sich unsere Häuser befinden. Die Länge dieser Wege ist davon abhängig, wie viele von uns in den Ortschaften wohnen. Die Häuser haben eine größere Fläche um sich herum. Diese nutzen viele, um einiges für den Eigenbedarf an- zubauen.

Es sieht alles etwas anders aus als bei euch. Unsere Häuser sind nicht mit euren zu vergleichen. Sie sind besser an die Umgebung angepasst und nicht so aufdringlich wie bei euch. Zum Teil haben sie eine zweite Ebene, die meisten haben aber nur das Erdgeschoß/Grundebene.

In den Städten sieht es anders aus. Dort ragen die Gebäude schon in die Höhe. Am Tage ist das Bevölkerungsaufkommen in diesen Städten hoch.

Dort befinden sich die komplette Bezirksverwaltung, Versorgungslager, Hochschulen, Medizinische Gebäude/Krankenhäuser und vieles mehr.

 

 

Energie und Versorgung

In den Orten erzeugen wir alle unsere Energie selbst. Das ist kein Problem bei der richtigen Bauweise und Nutzung der Natur.

Das könntet Ihr auch; ich frage mich immer, warum Ihr das nicht auch macht?

Woran liegt das?

In einer Gegend, in der mildes Klima herrscht, brauchst du keine zusätzliche Energie außer der eigenen.

 

 

Klimatisierung:

Durch die Bauart der Häuser benötigst du keine Klimaanlagen. Ein Haus ist von sich aus in der Lage, eine durchgehende Raumtemperatur von 22-25° zu gewährleisten.

Unsere Bauweise ist etwas anders als eure. Zum Teil befinden sich die Häuser in Hügel oder Berge eingebaut, oder wenn sie freistehend sind, sind sie wie "Halbkugeln" gebaut.

Wichtig ist es, dass du die Häuser lüften kannst. Das kannst du durch Lüftungsschlitze im Fuß- Kopfbereich erreichen. Nicht nur von innen nach außen sondern auch innerhalb der Räume. So kannst du jeden einzelnen Raum regeln.

Dazu kommen Wasserspiele. Es gibt sehr viele Arten von Wasserspielen, Brunnen, Verdampfer mit Nebel, kleine Wasserrinnen mit Fällen und viele mehr.

Dies alles sorgt für ein gutes Klima.

Wichtig sind auch die Farben und Materialien. Helle, am besten weiße, Häuser und Dächer, halten die Wärme ab. Fenster aus bestimmtem Material oder auch mit Isolierbeschichtung halten die Wärme draußen.

Die Innenböden bestehen aus Naturholz oder Steinmaterial oder gebrannten Keramikböden, die kühlen.

Die Fenster und Eingänge werden durch eine helle Art Segeltücher abgedunkelt.  

Um die Häuser herum wird eine Reihe heller Steine eingearbeitet statt dunkler Erde.

 

Kannst du Dir nun in etwa vorstellen wie unsere Häuser aussehen?

 

 

Energien:

Die Versorgung mit Energie ist kein Problem. Abgesehen von Solarspiegeln gibt es noch viele Möglichkeiten Energie zu gewinnen oder zu unterstützen.

Unsere Windenergie ist etwas anders als bei euch. Ihr habt Türme mit drei Windflügeln. Sie sind nicht effektiv, weil sie viel Ruhestand haben.

Unsere Mühlen haben keine Flügel sondern einen überstülpten Zylinder mit drei Windfängern, die sich von oben nach unten in Spiralform um den Zylinder winden und immer Wind aufnehmen können, egal aus welcher Richtung.

Damit werden auch Pumpen angetrieben, - auf privatem Grund oder auch zentral für mehrere -  für das Grundwasser und die Filter,

ebenso wie die Anlagen für die Abwasser - Aufbereitung.

 

Energie, die im Moment nicht benötigt wird, wird gespeichert oder in ein Netz eingespeist zur zusätzlichen Versorgung der Städte.

 

Durch das Aufstellen kleinerer oder größerer Rohrskulpturen, die mattschwarz beschichtet sind und einen Wasserkreislauf haben, wird außer der Sonne keine weitere Energie für die Warmwasser – Versorgung benötigt.

 

Sollte sich dein Haus in einem etwas kühleren Klima befinden, ist das auch kein Problem. Du könntest dann die Energie aus dem gespeicherten Stromüberschuss und zusätzlich Restwarmwasser zur Wärmegewinnung und zu Heizzwecken nutzen.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die ihr Menschen auch nutzen könntet.

 

 Ich verstehe nicht, was euch daran hindert, das zu tun.

 

Versorgung:

Wir kaufen etwas anders ein als ihr. Wir erledigen die Einkäufe von unseren Häusern aus, sehr bequem und ohne Stress.

 

Wir sitzen z. B. bei Sonnenuntergang draußen und rufen eine optische Auflistung auf. Darin befindet sich alles, was du möchtest, alles was du dir nur denken kannst, von Nahrungsmitteln bis zu elektronischen Geräten. Diese Auflistungen sind für alle gleich und unabhängig vom Wohnort.

 

Wir rufen z. B. die Liste für Nahrung auf und bestellen, was wir für die nächsten Tage benötigen. Brauchen wir noch etwas anderes, suchen wir danach und bestellen es, egal ob es Materialien für den Garten, für das Haus oder sonstige sind.

 

 

Es ertönt ein Signal und man öffnet in einem kleinen Raum, den jeder in seinem Haus hat, eine Klappe und entnimmt eine Kiste, ca. 50 x 50 x 100 cm, darin sind die bestellten Waren enthalten.

 

Unter der Oberfläche befindet sich ein Transportsystem, das alle Städte und alle Orte verbindet.

Es sind riesige Tunnelanlagen, welche die Städte verbinden. Dort fahren Tausende von Containern, die ungefähr  300 x 300 x 700 cm groß sind. Teilweise sind 50 oder mehr Stück zusammen gekoppelt als eine Einheit. So werden von den Erzeugerstädten die meisten Waren in die Städte geliefert, je nachdem, wo sie gerade benötigt werden.

Größere Produkte werden bei Bedarf auch an der Oberfläche transportiert und gesondert geliefert und auch die Personenbeförderung findet an der Oberfläche statt.

 

 

Transport-Plattformen 

Dazu werden unsere Straßen benutzt, die nicht so sind wie eure Straßen.

In den Straßen befindet sich ein Leitsystem, auf dem sich Transport-Plattformen bewegen, ca. 20 cm über den Boden. Von diesen Plattformen kann man nach Bedarf auch mehrere zusammenkoppeln, sie bilden dann eine Einheit und reagieren zusammen, alles ganz bequem.

 

Es ist wie ein Netz, das die Orte die Städte verbindet. Es handelt sich um eine Art von Magnetsystem.

Es gibt eine Art Rinne, an deren beiden Innenseiten Leiter montiert sind, die mit Strom geladen werden. Dieser Strom springt dann von einer Seite zur anderen. Legst du einen Gegenstand hinein, wird er mit hoher Geschwindigkeit in dieser Art Führungsschiene nach vorne getrieben.

 

 Es gibt auch bei euch so ein System, ihr nutzt es aber leider nicht, sondern habt es schon in den Anfängen fallen gelassen.

 

 

Nahrung:

Unsere Nahrung unterscheidet sich nicht so sehr von eurer. Teilweise haben wir andere Produkte und wir essen im Durchschnitt viel weniger Fleisch als ihr (obwohl es bei euch ja auch einige Vegetarier und Veganer gibt), aber im Grunde sind wir uns ähnlich.

 

Wir bauen Früchte, Gemüse und Salate an, fangen Fisch und züchten auch Nutztiere.

Unsere Tierhaltung sieht aber anders aus als eure. Wir haben generell viel mehr Respekt vor dem, was uns gegeben wurde und behandeln es entsprechend.

 

Erdfrüchte, Strauchbeeren und Baumfrüchte werden auf großen Plantagen angebaut.

Fischfang wird gemäßigt betrieben, so dass kein Gewässer überfischt wird.

Die richtige Tierhaltung ist uns sehr wichtig. Deshalb leben alle Tiere auf großen Flächen und Weiden.

Unsere Rinder sind größer als eure und leben in Herden bis zu 10.000 Tiere im Freien. Sie sind robuster als eure. Es findet kein tägliches Melken statt, das ist bei diesen Tieren nicht nötig. In Abständen verteilt befinden sich Stationen, die von den Tieren selbsttätig aufgesucht werden. Dort geschieht alles automatisch. Unser Hauptinteresse gilt dabei den Milchprodukten.

 

 

Ausbildung

Bekommt ein Paar ein Kind, bleiben Vater und Mutter die ersten drei Jahre bei ihm. Sie sind dann von Ihrer Arbeit freigestellt und bekommen jegliche Art von Unterstützung.

Die Ausbildung ist in drei Stufen eingeteilt. Nach Abschluss jeder Stufe wird eine Prüfung abgelegt. Für die Kinder ist es eine Ehre, in einer Feier eine Auszeichnung zu erhalten und eine höhere Stufe zu erreichen.

 

 

Kindergruppe:

Nach den ersten drei Jahren kommt das Kind in eine Art Kindergruppe, in der spielerisch seine Talente erkannt und gefördert werden.

Der Vater nimmt in der Regel wieder seine Beschäftigung auf, aber die Mutter ist noch zu Hause.

Erste Stufe:

Bis zum 10. Lebensjahr folgt die Elementar – Schulung, die erste Stufe: Rechnen, Schreiben, Planetenkunde, Sozialkunde, Biologie, Sprachen usw.

Zu diesem Zeitpunkt hat dann auch die Mutter Ihre Beschäftigung wieder aufgenommen und die Versorgung und Behütung der Kinder erfolgt ganztags.

Normaler Weise essen die Familien morgens gemeinsam. Die Eltern fahren dann zu Ihren Beschäftigungen und die Kinder werden zum Studium abgeholt. Den späten Nachmittag und Abend verbringen die Familien wieder gemeinsam.

 

 

Zweite Stufe:

Es folgen fünf Jahre in der zweiten Stufe. Dort kommen Lehrstoffe wie Physik, Mathematik, Chemie, Medizin, Philosophie, Astronomie, Technologie und Archäologie und mehr dazu.

 

 

Dritte Stufe:

In dieser Stufe haben sich die Schüler schon entschlossen, welchen Weg sie später beschreiten wollen.

Es gibt zwei Hauptrichtungen, eine technische und eine wissenschaftliche.

 

Hat ein Student die dritte Stufe abgeschlossen, wird sie mit einer großen Feier abgeschlossen.

Es ist egal, für welche Richtung er sich entschlossen hat; jeder Student kann sich bei verschieden Einrichtungen bewerben und ein einjähriges Praktikum absolvieren.

 

Dann geht es los mit dem Ernst des Lebens; die meisten sind mit Freude dabei.

Wenn man seine erste Beschäftigung aufnimmt, bekommt man in der Nähe das erste kleine Haus, das man sich nach Belieben einrichten kann, lernt das neue Umfeld kennen und findet Freunde. Es existiert auch ein großes Angebot an verschiedenen Freizeitaktivitäten, Sport und anderes, was Spaß macht.

 

 

Rechtssystem

Natürlich brauchen auch wir ein Rechtssystem. Es gibt überall einige, die sich nicht an Regeln halten.

Beschaffungsdelikte gibt es bei uns nicht, warum auch, wenn alle das haben können, was sie brauchen?

Aber es gibt andere Verstöße, die verfolgt werden.

 

Normaler Weise ist diese Rate sehr gering.

Die Gebote der Schöpfung sind nicht unsere Gesetze, weil die Gebote ein Wegweiser und unsere Gesetze eine planetare Richtlinie sind.

 

Auf den Plantagen oder in den Bergwerken werden zum größten Teil die Arbeiten von Maschinen ausgeführt und wir regeln nur die Einrichtungen und überwachen die Produktionen, aber bei Verstößen kann es passieren, dass man einige Zeit selbst arbeiten muss.

Sind die Vergehen größer, kann dir nahe gelegt werden, den Kämpfern beizutreten.

Bei wirklich groben Vergehen kann das auch eine zeitliche Verbannung bis hin zum totalen Ausschluss unserer Gemeinschaft sein.

Das bedeutet, dass man Ethrog verlassen muss. Aber das sind Ausnahmefälle.

 

 

Medizin

Da sind wir euch um vieles voraus. Nun ja, wir hatten mehr Zeit als ihr bisher.

Es liegt aber auch daran, dass ihr euch selbst im Wege steht, mit eurer Einstellung. Es gibt Menschen, die leiden, weil ihr keine Medizin zur Behandlung sucht. Es gibt seltene Krankheiten, an denen auf eurer Welt nur 100 oder etwas mehr leiden, aber es wird keine Heilung gesucht, weil die Forschung teurer ist als der Gewinn. Also lasst ihr lieber Tausende an verschiedenen Krankheiten leiden, weil die Behandlung nicht wirtschaftlich ist? So sieht eure Verantwortung aus? Ihr vergesst dabei: Was heute nur wenige betrifft, kann morgen schon Millionen betreffen.

 

Wir können alles ersetzen: Organe, Knochen und Gelenke. Wird ein neues Gelenk benötigt, macht man an entsprechender Stelle eine 360° - Darstellung und das benötigte Teil wird sofort gebaut, in einzelnen Schichten gedruckt und sitzt dann perfekt.

Organe werden aus dem Erbgut nachgebildet, sind damit 100% verträglich und es entsteht kein Abstoßungsproblem.

Wir könnten theoretisch alles komplett ersetzen. Aber dagegen gibt es moralische Bedenken. Wir werden niemals zu 60% künstliche Wesen erschaffen. Wir erneuern nur so viel, dass ein Teil der Seele erhalten bleibt und auf die neuen Organe übergehen kann.

 

Die Seele besteht aus vier Teilen.

 

 

Kopfseele:

Darin befinden sich dein Denken und Dein Wille. Du kannst sie spüren, wenn du die beiden Zeigefinger in der Mitte deiner Stirn ansetzt. Schließe deine Augen und bewege deine Finger um deinen Kopf herum, von der Mitte der Stirn leicht aufwärts und nach hinten, an den Schläfen etwas nach unten und vor den Ohren wieder nach oben und um die Ohren herum; hinter den Ohren wieder nach unten und von dort schräg nach oben, an der Fontanelle nach unten herum und dann im Nacken an den Halswirbeln seitlich vorbei fünf cm nach unten und da treffen sich die Zeigefinger wieder.

 

 

Lebensseele:

Die Lebensseele ist ein Dreieck. Sie fängt am Hals an, geht seitlich an den Brüsten außen vorbei, etwas weiter hinunter und läuft dann wieder in der Mitte zusammen. In Ihr befinden sich die Halsdrüse, die Lungen und das Herz, Die Organe Halsdrüse, Lungen und Herz arbeiten zusammen. Wenn eines dieser Organe gestört ist, hat es negative Auswirkungen auf die anderen.

 

 

Erinnerungsseele:

Diese liegt in deinem Bauch. Dort sitzen die körperlichen und sinnlichen Erinnerungen.

Sie können von guten oder schlimmen/unerfreulichen Erinnerungen hervorgerufen werden.

Man erlebte zum Beispiel eine schlimme Situation, in der auch Geruch, Wärme oder Kälte, Gefühl, Gehör und Geschmack eine Rolle spielen können.

Nach Jahren oder Jahrzehnten erlebt man eine ähnliche Situation oder riecht/schmeckt usw. etwas Ähnliches und der Körper wird sich mit seinen Sinnen erinnern und ein unangenehmes/schlimmes Bauchgefühl entsteht, als ob sich der Magen umdreht. Kennst du so etwas?

 

 

Kraftseele:

Sie befindet sich in den Oberschenkeln, von den Innenseiten der Schenkel hinauf bis zum Anschluss an die Erinnerungsseele und hinunter bis zu den Knien.

Wenn du mit einer deiner anderen Seelen Probleme hast, sowie ungute Gedanken, Probleme mit Luft oder Herz oder ein ungutes Bauchgefühl, erwächst das Gefühl als würden deine Beine erschlaffen und deinen Körper nicht mehr tragen.

 

Die Seele ist unvergänglich und Energie. Die Seele ist nicht körperlich, sondern das eigenste, was du bist.

Viele können sich nicht daran erinnern, wer sie einmal waren und haben unerklärliche Erinnerungen. Das ist der Normalzustand. Aber wenn es jemand bewusst wird und der Rat es genehmigt, können Erinnerungen an früher geweckt werden.

 

Versuche einmal, die Umrisse deiner Seele zu fühlen. Ich bin gespannt, ob du sie findest.

 

Das Mal auf unserer Stirn steht nicht im Zusammenhang mit der Seele, das ist etwas anderes.

Es steht im Zusammenhang mit den Sinnen. Stellt dir vor, in deinem Kopf werden die Zentren, welche für die Sinne verantwortlich sind, angezapft und an einem Punkt gesammelt, wie eine Richtantenne. Ich kann damit nicht nur meine eigenen Sinne schärfen, sondern deine Sinne empfangen, noch besser als du selbst und somit einiges beeinflussen.

 

 

Energien

Es gibt viele Arten von Energien. Einige spürt man nicht und andere können Welten vernichten. Es ist eine Frage des Wissen und der Anwendung.

Es ist auch nicht immer eine Frage der messbaren Größe.

 

Ich muss hier aber sagen, dass ich kein Physiker bin und du auch nicht. Also ist meine Aussage über Physik mehr oberflächlich. Soweit ich weiss, wurden Informationen schon an einige von euch weiter gegeben.

 

Ihr wisst schon viel über Energien, aber ich denke, dass ihr euch nicht einig seid und euer Wissen nicht zusammenfügt.

Wenn ihr mit eurer Moral die bekannten Energien verbinden könntet, würdet ihr (die Mächtigen) lieber eine Vernichtungswaffe bauen als die Energie richtig und friedlich zu nutzen.

 

Ihr habt schon mit der Abschirmung der Schwerkraft experimentiert und es nicht erkannt oder es nicht erkennen wollen.

Warum wurde die Forschung abgebrochen und der Wissenschaftler hat seinen Lehrstuhl verloren?

 

Überall wo Masse und Materie ist, ist auch Schwerkraft, ein Gesetz des gesamten Raumes. Da spielen Superleiter und gekühltes Helium eine Rolle.

Aber das ist euer Ding, ihr werdet es schon machen.

 

Euren Focus legt ihr auf fossile Energien, diese Sichtweise ist aber sehr fragwürdig und "urtümlich".

Sie bringen euch nicht weiter und machen vieles auf Terrs kaputt.

 

Ihr kennt die mechanische, elektrische, magnetische, thermische, die innere und die Masse- und Bindungsenergie. Ich denke, wichtig sind Energien im vierten Zustand.

 

Auf der Beth verfügen wir über mehrere Arten von Energie, einige für den Antrieb, einige zur Versorgung und einige zur Verteidigung.

 

Stell dir vor, du würdest alle Energien, welche eine eurer großen Städte im ganzen Jahr verbraucht, so komprimieren, dass sie eine Größe von einer 15 cm großen Kugel hat. Diese bringst du dann in einen dafür konstruierten rechteckigen Behälter, wo du die Energie dann kontrolliert anzapfen kannst, also so etwas wie eine Batterie.

Davon haben wir sehr viele auf der Beth; sie regeln unseren Energiebedarf für die gesamte Versorgung. Von diesen Behältern sind immer bis zu sechs Stück in den "Schubladen". Ist einer "aufgebraucht", wird er ausgetauscht und neu geladen.

Das funktioniert nur, wenn man es wirklich kontrollieren kann. Wenn die Energie unkontrolliert entweicht,  sprengt es dein Vorstellungsvermögen, welche Kraft freigesetzt wird.

Solche Behälter haben einen grossen Vorteil: Egal, wo man sich ansiedeln möchte, die benötigte Energie ist vorhanden.

 

Energiepack

 

Ihr wollt Dinge bewegen und redet immer von Antrieb und Schub. Stell dir vor, du hättest eine Energie, die euch nicht antreibt, sondern zieht.

Eine Energie, die das Bedürfnis hat, sich immer zu vereinen; eine Energie, die so stark ist, ein komplettes Schiff zu bewegen, mit einer ungeheuren Geschwindigkeit. Du willst mit deinem Schiff zu einem Ziel. Du berechnest alles und schickst einen Energiestrahl zu diesem Ziel. Dieser ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs; wir nennen die Spitze dieser Energie Punkt A. Da diese Energie immer zu ihren Ursprung zurück will, fängt das Ende dieser Energie, Punkt B an, sich auch in diese Richtung zu bewegen. Punkt B  befindet sich aber auf deinem Schiff und ist unlöslich/verankert, und so wird er dein Schiff in Bewegung setzen und mit in Richtung Punkt A ziehen. Da der Energiestrahl mit Lichtgeschwindigkeit reist, wird natürlich auch Punkt B versuchen, so schnell wie möglich Punkt A zu erreichen, also wird die Bewegung immer schneller und schneller. Somit kannst du einen grossen Teil der Lichtgeschwindigkeit erreichen; dabei ist die Grösse der Masse entscheidend.

Es gibt natürlich noch mehr Arten von Energien, die man benutzen könnte. Aber ich denke, die eben beschriebene ist sehr gut zu beherrschen.

Du könntest auch eine Art Energiewelle erzeugen, die vor dir abfällt und sich hinter deinem Schiff aufbaut, als ob dein Schiff auf einer Welle reitet. Aber diese Art ist in der Feinabstimmung nur schwer zu beherrschen.

 

Die Beth benutzt aber auch noch andere Energien. Sie wirken z. B. wie ein Schutzschild gegen Meteoriten und "Geschosse" aller Art im Raum und auch gegen schädliche Strahlung.

Aber es existieren auch Energien, die im Kampf benutzt werden. Extrem heisse Strahlen können in den Ozean geschossen werden und riesige Wirbelstürme erzeugen, grösser als die euch bekannten Super-Tornados. Sie haben mehrere Kilometer Durchmesser und rasen mit 800 Kilometern in der Stunde übers Land. Kannst du dir diese Zerstörung vorstellen?

 

Wir haben auch die Möglichkeit Geschosse in euren Atlantik und in den Pazifik zu schiessen und weltweit Wellen zu erzeugen von 80 und 100 Metern Höhe, die schneller als der Schall auf eure Küsten zurasen.

Was denkst du, wie viele Menschen in den großen Städten an den Küsten das überleben würden? Wie viele Menschen? Mindestens 40% der Menschen würden dabei sterben. Wo wird dann der Verlauf der neuen Küste sein?

 

Was würde geschehen, wenn wir euch mit Strahlung beschiessen, die sämtliche Elektrizität neutralisiert und nichts geht mehr; oder wenn wir Sprengkörper schicken, die riesige Massen an Erde nach oben werfen, die dann als Feuerregen auf euch niederfallen. Der Boden würde sich auf über 200° erhitzen und die entstehende Asche über Monate und Jahre die Sonne verdunkeln.

 

Das würden die Menschheit und die Tierwelt nicht lange überstehen.

Wie würde danach eure Zukunft aussehen?

 

Viele Tier- und Pflanzenarten (auch Bäume und ganze Wälder) würden aussterben und vieles müsste neu entstehen. Aber solche Katastrophen geschehen immer im Universum, da brauchen wir nicht nachzuhelfen.

Extrem problematisch wäre es, wenn man versucht das Gleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie zu verändern. Alles was ist, ist das Ergebnis eines Teilchens Antimaterie von 1 Milliarde zu 1 Milliarde plus 1 Teilchen Materie.

 

Versucht euch besser nicht daran, es könnte euch selber schaden, bevor ihr uns schadet.

 

 

 

Die Beth Qun

Die Beth? Sie ist für euch schwer vorstellbar. Wenn sie in 2000 Meter Höhe über einer eurer Städte stehen würde, könntet ihr es nicht begreifen.

 

Ich werde versuchen Dir die Form zu erklären.

Obwohl ich das sonst nie mache, da es Nahrung ist, zeige ich sie Dir mit unseren Würfeln.

 

Du nimmst jetzt acht von diesen Würfeln und legst sie in eine Reihe hintereinander.

Dann legst du an jeder Seite, rechts und links, je drei Würfel an, genau an die Würfel 7, 6 und 5 deiner Reihe.

Anschließend legst du auf deine Reihe 3 Würfel oben drauf, genauer auf die Würfel 6, 5 und 4.

 

Jetzt kannst du dir die Form der Beth ungefähr vorstellen und wenn du dir nun noch vorstellst, dass jeder dieser Würfel 1000 x 1000 x 1000 Meter groß ist, weisst du, von welcher Größenordnung ich spreche.

 

Die Nutzung? Ja, wir sind nicht viele und verlaufen uns bei dieser Grösse. Aber insgesamt hat es schon seinen Sinn.

 

In Würfel eins und zwei befinden sich die Kommandozentrale, die Flugsteuerung, Energiesteuerung für die Schirme, die Kommunikation, Steuerung der Verteidigung, Evakuierungsdecks und einiges mehr.

 

In Würfel drei befinden sich der Not- und Reserveantrieb.

 

In Würfel vier befinden sich unsere Flugeinheiten. Wir haben 6 Personentransporter, 5 Lasttransporter mit 70 t, 3 Lasttransporter mit 320 t, 2 Lasttransporter mit 1200 t, 50 kleinere Kampfeinheiten und 2 große Kampfeinheiten, die auch die kleineren Einheiten transportieren können.

 

Würfel fünf kann als Lager genutzt werden. Das würden ungefähr 90 Ebenen sein, also insgesamt 90 Quadratkilometer.

 

Würfel sechs wird als Nutztierfarm benutzt. Wir haben dort 15 Ebenen, also 15 Quadratkilometer, die als Grasland und anderes ausgebaut sind, um die Nutztiere zu versorgen.

 

In Würfel sieben und acht befinden sich die Hauptenergie und Antriebe.

 

Die an beiden Seiten angesetzten Würfel, je 3, sind Landschaften wie Wälder, Seen und Flüsse, wie sie auch in der Natur vorkommen.

Es gibt davon sechs Ebenen, also etwa 2 x 18 Quadratkilometer.

 

Jetzt folgen die oben aufgesetzten Würfel.

Würfel eins ist ein Wohnbereich.

Dieser Würfel hat 220 Ebenen. Jede Ebene hat 22 dieser Gänge, die du schon gesehen hast. Jeder Gang hat, abgesehen von den Räumen für Freizeit und Versammlungen, 300 Eigenbereiche.

300 Eigenbereiche x 22 Gänge x 220 Ebenen = 1.452.000 Eigenbereiche.

Dieser Würfel wird von uns nicht genutzt.

 

Der zweite Würfel oben ist wie der erste. Davon werden auch nur einige Ebenen genutzt. Du weißt ja, 7000 Personen verlieren sich da. Die meisten Arbeiten für Wartung und Sicherheit, Reparaturen und Transporte werden von unseren kleinen mechanischen Helfern erledigt.

 

Im Notfall könnten wir, wenn wir teilweise die Eigenbereiche mit zwei Menschen belegen, über 4 Millionen aufnehmen und woanders hin bringen.

Dies kann aber nur kurzfristig sein, nicht länger als 30 oder 40 Tage, sonst reicht die Versorgung nicht. Man müsste schon vorher ein Ziel ausgesucht haben.

 

Der dritte Würfel oben ist ein Lager für alles. Dort befinden sich Nahrung, Ersatzteile und alles was gebraucht wird. Das sind ungefähr 110 Quadratkilometer.

 

 

Raumschiffbau 

So große Schiffe wie die Beth werden direkt im Raum gebaut. Das ist kein Problem und es ist sinnvoller. Es würde sehr viel Energie benötigt werden, um so ein Schiff in den Raum zu bekommen.

Du musst immer daran denken, dass du mit so einem Schiff lange und weite Flüge machst und da zählt alles an Versorgung und Energie. Es wäre unsinnig,  wenn man für den Start schon 30% der Energie verbrauchen würde.

 

Als erstes bauen wir so etwas wie eine Station im Raum. Eine Zentrale, Unterkünfte, Lager und Fabrikation. Die Station wird so lange ausgebaut, bis durchgehend auf ihr gearbeitet werden kann.

Im nächsten Schritt wird ein großer langer Auslegearm gebaut. Am Kopf dieses Auslegers wird das erste Teil des Schiffes montiert. Das hat den Vorteil, dass der Bau auch bei fortschreitender Fertigung immer mit der Station verbunden ist.

 

Mangel an Arbeitskräften haben wir nicht. Es gibt zwar eine Anzahl von festen Arbeitern, aber auch sehr viele Freiwillige.

Es ist für viele von uns eine Ehre, sich am Bau zu beteiligen und sie opfern ihre Freizeit dafür.

Nicht alle im Raum, das machen geschulte Monteure und Maschinen. Aber es gibt sehr vieles, was getroffen werden muss an Vorbereitungen und Forschung.

 

Es fliegen keine Transporter ununterbrochen zur Oberfläche und zum Schiff und liefern Teile und Materialien. Das meiste wird im Raum gebaut.

Alle Daten sind im System gespeichert und werden so, wie sie benötigt werden, abgerufen.

Wir benutzen wenig Metalle; nur dort, wo sie unbedingt gebraucht werden. Zum größten Teil verwenden wir eine Art Kunststoff, der viel haltbarer und belastbarer ist als Metalle. Im Raum ist es sehr kalt und Materialien dürfen nicht spröde werden und reißen, sondern müssen zuverlässig sein.

Benötigen wir ein bestimmtes Bauteil, wird es als Miniatur dreidimensional dargestellt und die Daten in die Fertigung kopiert. Dann formen unsere Maschinen dieses Teil mit unseren Stoffen Schicht für Schicht. Dafür haben wir Maschinen für sehr kleine Teile aber auch für sehr große Teile, wie Träger und große Platten. Teile aus Metall werden nach Bedarf geliefert.

 

Wir hatten bei der Beth den Vorteil, dass sie vorher bereits als Transporter im Dienst war und nur umgebaut werden musste, damit sie den Anforderungen entsprach.

 

Wir haben das Steuerungs-System erneuert und eine zusätzliche Außenhülle montiert.

Die Beth hatte ein Sensoren-System, das wir erweitert haben. Wir können die Beth auch gedanklich und optisch steuern.

Als drittes Steuerungssystem haben wir eine sehr alte Technik eingebaut: Ein Analogsystem, welches Energie-unabhängig ist. Sollten wir eventuell von einer Strahlung getroffen werden, egal ob von einer natürlichen oder einer kriegerischen, und es kommt zum Energieausfall, können wir Energie mit fossil betriebenen Generatoren erzeugen und unsere analogen Instrumentenanzeigen sind davon nicht betroffen.

 

 

Raumschiffhülle 

Insgesamt hat die Beth vier Außenhüllen:

Die erste Hülle ist die Innenhülle, die innere Wand. Sie besteht aus einer Art 50 mm starkem Aluminium und wird direkt auf das Innengestell montiert.

 

Auf dieser ersten Hülle wird eine 1000 mm starke Dämmung montiert, die dazu dient, die Wärme im Schiff  zu erhalten.

Dann wird die zweite Hülle montiert, die aus unserem Kunststoff besteht.

Auf diese Hülle wird eine drei mm starke Folie aus einer Legierung aufgetragen, die strahlungsfest ist.

 

Die dritte Hülle wird mit einem Abstand auf der zweiten montiert, so dass wir zwischen den Hüllen einen Hohlraum von 200 mm haben. In diesen Hohlraum wird in alle Richtungen Energie geschossen, so dass wir einen Strahlungsschirm bekommen.

 

Auf diese dritte Hülle wird eine 1500 mm starke Dämmung montiert. Sie besteht aus Matten oder Platten, die eine enge Wabenform- Struktur bildet. Sie dient dazu, Teile, welche die Beth treffen könnten, abzufangen.

 

Als viertes wird dann die Außenhülle montiert. Sie besteht aus 800 mm starken Kunststoffplatten, die sehr flexibel aber auch stabil sind.

Die äußere Hülle und die Wabendämmung bestehen aus einem Material, das erinnerungsfähig ist, so dass es bei Verformungen immer in seine ursprüngliche Form zurückspringt.

 

In der Außenhülle sind Sensoren eingearbeitet, so dass wir einen lückenlosen Schutzschirm um die gesamte Beth legen können.

Dieser kann weder materiell noch strahlungsmäßig durchdrungen werden, jedenfalls bis zu einer gewissen Grenze.

 

Beth Qun

 

Also mein Bruder, jetzt weißt du schon vieles von uns und bist vielleicht etwas enttäuscht. Du hast möglicher Weise gedacht, wir fliegen nur durch den Raum von System zu System und schießen wild mit Strahlung um uns.

Nein, du siehst, wir führen ein ganz normales Leben. Wir müssen auch arbeiten und haben Verpflichtungen.

Wenn ihr eines Tages unsere Schiffe an eurem Himmel seht und Angst oder Freude bei euch aufkommen, ist eines sicher: Euer Leben wird weiter gehen wie bisher, außer wenn wir aus einem bestimmten Anlass  kommen müssten, wenn ein schlimmes Chaos bei euch herrscht, keine Ordnung mehr gegeben ist.

 

 

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Anmerkungen

Hier am Ende des zweiten Bandes, möchte ich noch einiges anmerken.

 

Es war zuerst nicht meine Absicht, alles niederzuschreiben. Aber etwas sagte mir, es ist Zeit dafür. Oder besser, jemand sagte es mir.

 

Oktober 2013, ich hatte etwas im Net gesucht über Nordamerikanische Geschichte mit Hauptpunkt "Der Bürgerkrieg".

Ich weiß nicht warum, aber ich bin auf der Suche von A nach Z durch viele You Tube Seiten geleitet worden bis hin zur Mona Lisa vom Mond.

Als ich mir dort das erste Video ansah, über die Apollo 20 und davor, sah ich diese kleinen Außerirdischen. Da wurde mir ganz kalt und heiß. Ich sah ein Wesen, welches mich an die vergangenen 13 Jahre erinnerte und von der Rasse der Ganeh Briases, die ich so gut kannte, stammte. Mein Adrenalinspiegel stieg dabei an. Ich wollte mehr wissen.

Wie sollte es ein Fake sein, wenn ich doch diese Rasse kannte? So schaute ich mich im Net weiter um und fand durch Zufall eine Seite von Bernd Freytag. Ich war mir nicht sicher, was ich machen sollte, fasste aber nach etwas Zeit den Mut Herrn Freytag anzuschreiben und ihm etwas dazu zu erzählen. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass er mir keinen Glauben schenken würde.

Aber er ermutigte mich, meine Erlebnisse und Gedanken aufzuzeichnen.

Es fiel mir am Anfang nicht leicht. Aber je mehr ich schreibe, desto mehr kommen die Erinnerungen zurück und die verdrängte Sehnsucht nach einer vielleicht verlorenen Heimat.

 

Apollo 20 EBE Mona Lisa

Apollo 20 EBE / Mona Lisa (die Schöne vom Mond)

Der gleiche Menschentyp wie Khanell

Also fing ich an zu schreiben: 

Band eins: Wie fing alles an

Band zwei: Wie lebt diese Rasse

Band drei: Über unsere Völker, Rassen, unsere Geschichte, Glauben und die Schöpfung, und die größte Massenvernichtungswaffe, die der Mensch einsetzte: die Religion.

 

 

Fortsetzung (3. Teil) 

 

 

(zum Menü dieser Themenreihe)


Autor: Wolfgang Marggraf

www.fallwelt.de/khanell/KhanellHeft2.htm